Das Konjunkturpaket II des Bundes macht’s offenbar möglich: An der Galgenfuhr der Gärtnerstadt Bamberg soll das Zentrum Gemüsebau Bayern entstehen. Wie Landtagsabgeordneter Heinrich Rudrof (CSU) mitteilte, hat die Bayerische Staatsregierung am Dienstag dafür Mittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt.
Das Vorhaben wird auch aus Bundesmitteln gefördert und auch von Umwelt-Staatssekretärin Melanie Huml MdL und MdB Thomas Silberhorn (beide CSU) unterstützt. „Diese Entscheidung des Kabinetts ist für mich ein erster wichtiger Schritt zur Entwicklung eines Grünen Zentrums für Landwirtschaft, Gartenbau und Sonderkulturen für den gesamten nordbayerischen Raum am Standort Bamberg“, sagte Rudrof gestern gegenüber unserer Zeitung.
Realisiert werden sollen – der erste Spatenstich könnte noch in diesem Jahr erfolgen – jeweils ein Gewächshaus für konventionellen und ökologischen Gemüse-Anbau, eine Hackschnitzel-Heizanlage für den gesamten Komplex sowie diverse Betriebsgebäude (z.B. Gerätehallen). Verschiedene Verbände der Branche hätten großes Interesse am Standort Bamberg. Aber auch der Freistaat Bayern wolle bei der Landesgartenschau 2012 in Bamberg seine Präsenz zeigen. Weitere Überlegungen gingen dahin, dass sich alle Gartenbesitzer hier Informationen und Anregungen für ihre privaten Anlagen holen könnten.
Noch nicht entschieden ist über den vom Freistaat Bayern angestrebten Kauf von 1,3 Hektar Fläche, auf denen derzeit das Bundessortenamt angesiedelt ist. Diese Behörde konzentriert ihre Tätigkeiten künftig bekanntlich auf die thüringische Hauptstadt Erfurt; die Niederlassung in Bamberg wird in diesem Jahr geschlossen.