Die Mehrheit der Stadträte für das Projekt war eindeutig, doch von der Einmütigkeit, mit der im Bamberger Stadtrat über das 75-Millionen-Euro-Projekt beraten worden war, war im Senat für Stadtentwicklung nicht mehr viel zu spüren. Vor allem die GAL-Fraktion kritisierte, dass entgegen den Aussagen der Bauverwaltung die Fragen rund um den Denkmalschutz noch nicht zur Zufriedenheit aller gelöst worden seien. Nach wie vor sehe es die Denkmalpflege mit Stirnrunzeln, dass die beiden Rückgebäude Hellerstraße 13 als Erinnerungsorte an die mehrhundertjährige Geschichte der hier lebenden jüdischen Gemeinde dem Abbruchbagger preisgegeben werde. Auch von dem Stadtrat der Bamberger Realisten, Klaus Stieringer, kamen kritische Worte zu dem großen Handelsprojekt mit rund 9000 Quadratmetern Verkaufsfläche, viel Gastronomie und etlichen Wohnungen. In die neue Lage würden nicht die kleinen Gewerbetreibenden gehen, die es nur in Bamberg gebe, sondern die Kettenläden, die es überall gebe. Die Fachhandelslandschaft werde verlieren.
Im Gegensatz dazu überschüttete die SPD die Lösung des Projektentwicklers Multi Develompment mit Lob. Dieter Pfeifer (SPD) sprach von einer hervorragenden Lösung. Zustimmung kam auch von der CSU und den Freien Wählern.

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