Das Unternehmen GBB Backhaus KG in Bamberg - die Gramss-Gruppe - ist zahlungsunfähig und hat Insolvenzantrag gestellt. Die Meldung kam am Nachmittag von Harald Schwartz aus Nürnberg, der vom Amtsgericht Bamberg zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmt worden ist.

Erst Mitte November hatten die fünf in Meerane/Sachsen ansässigen Gesellschaften der Bäckerei-Kette Gramss Insolvenz angemeldet. Deren Geschäfte führt der vorläufige Insolvenzverwalter Christian Heintze. An diesen Gesellschaften hängt das gesamte Filialgeschäft der Großbäckerei mit rund 100 Bäckerei-Filialen in Nordbayern, Thüringen und Sachsen.

Der gestellte Insolvenzantrag der GBB Backhaus KG ist eine direkte Folge der Insolvenzanträge in Sachsen, teilt Geschäftsführer Gerhard Gramss mit: Aufgrund der insolvenzbedingten Umsatzrückgänge der Filialgesellschaften sei "der Bamberger Bereich der Frischeproduktion zu abrupten Kapazitätsanpassungen gezwungen". Das Problem könne nur im Rahmen eines Insolvenzverfahrens unter "bestmöglicher Sicherung der Arbeitsplätze und der Belegschaftsinteressen bewältigt werden".

Gramss zeigt sich optimistisch, dass ein Großteil der über 100 Arbeitsplätze erhalten werden könne. Dies vor allem deswegen, weil der Bamberger Betrieb nicht nur seine Filialen beliefert, sondern auch die GBB TK GmbH. Dieser Unternehmensteil unter dem Dach der Gramss-Gruppe stellt ausschließlich Tiefkühlprodukte her und beliefert Großkunden im In- und Ausland mit Halbfertigprodukten.