"Die Gemeinde Gerach hat gut gewirtschaftet", stellten Bürgermeister Gerhard Ellner (SPD) und der Kämmerer der VG Baunach, Markus Diller, in der Sitzung des Gemeinderates fest. Dabei sieht der Gesamthaushalt 2013 Einnahmen und Ausgaben von 2 141 000 Euro (Vorjahr 1 893 000 Euro) vor. Davon entfallen 755 000 Euro auf den Vermögenshaushalt und 1 386 000 Euro auf den Verwaltungshaushalt. Eine Darlehensaufnahme ist 2013 nicht vorgesehen.

Erfreulich sei dabei, so Diller, in seinem Erläuterungsbericht zum Haushalt 2013, dass sich bei der Einkommensteuerbeteiligung eine Einnahmeverbesserung zeigt: Hier wurde im letzten Jahr der Ansatz um fast 10 000 Euro auf 442 000 Euro übertroffen und auch der Ansatz für 2013 zeigt mit 460 000 Euro eine steigende Tendenz.

Das Grundsteueraufkommen bewegte sich 2012 mit knapp 69 000 Euro auf dem Niveau des Vorjahres.
In diesem Jahr soll das Aufkommen ähnlich hoch sein. Durch eine Erhöhung des Gewerbesteuersatzes im Jahr 2001 konnten Einnahmeverluste aufgefangen, beziehungsweise ausgeglichen werden. So rechnet die Gemeinde in diesem Jahr mit 260 000 Euro Gewerbesteuereinnahmen.

Bedingt durch eine deutliche Erhöhung der Mittel für den kommunalen Finanzausgleich kann 2013 mit nochmals steigenden Schlüsselzuweisungen von 208 476 Euro gerechnet werden - 94 964 Euro mehr als 2012.

Unter Berücksichtigung der Steigerungen der letzten Jahre habe sich die Schlüsselzuweisung in den letzten vier Haushaltsjahren verzehnfacht, sagte der Kämmerer. Aufgrund der guten Einnahmesituation, der Entlastung bei der Kreisumlage und der hohen Ausgleichszahlungen im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs ist es in diesem Jahr möglich, einen Betrag von knapp 196 000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt zu überführen. Damit seien genügend Mittel für Investitionen verfügbar, informierte Markus Diller.

Kanäle sanieren

Trotz der guten Einnahmen müsse, nach Aussagen des Kämmerers, in den nächsten Jahren eine sparsame Haushaltsführung selbstverständlich sein. Kostenintensive Investitionen wie die Sanierung von Kanälen und Wasserleitungen seien in den nächsten zehn Jahren durchzuführen und gehörten zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde.

In der nächsten Zeit müsse es Ziel der Gemeinde Gerach sein, die erschlossenen Bauplätze des Baugebietes Ortenleite so schnell wie möglich zu verkaufen, um einen Rückfluss der Darlehensfinanzierung über Beiträge sicherzustellen.

Im Vermögenshaushalt hat sich Gerach in diesem Jahr vorgenommen, für 27 000 Euro den Druck der Gemeindechronik und die Sanierung des Sandsteinkreuzes am Reckendorfer Weg zu bewerkstelligen.

Der Schuldenstand betrug zu Beginn des letzten Jahres 310 000 Euro, sank zum 1. Januar 2013 auf 371 300 Euro und wird zum Ende des Jahres voraussichtlich bei 237 000 Euro liegen. Dann wird die Pro-Kopf-Verschuldung 244 Euro betragen (Landesdurchschnitt bei vergleichbaren Gemeinden: 558 Euro). Der Gemeinderat verabschiedete den Haushaltsplan einstimmig.

Befürwortet wurde vom Gemeinderat auch die beabsichtigte Innenrenovierung der Pfarrkirche St. Vitus, die durch das Amt für Denkmalpflege in die Wege geleitet wird.