Eine der größten Baustellen, die das Staatliche Bauamt Bamberg in der jüngeren Vergangenheit auf dem Domberg umgesetzt hat, ist nach vier Jahren zu Ende. Das Ergebnis lobten bei einer Feier für geladene Gäste alle Redner. Zumal nicht nur der Zeitrahmen eingehalten wurde, sondern auch das Budget. Mehr noch: Von den 5,4 Millionen Euro, die der bayerische Landtag für die Generalsanierung bewilligt hatte, sind noch 700 000 Euro übrig.

Bei dem Domherrenhof Domplatz 3 handelt es sich um einen äußerst weitläufigen Komplex aus dem Mittelalter, der im Barock und Anfang des 20. Jahrhunderts umgestaltet wurde. 1802 durch die Säkularisation in staatlichen Besitz gelangt, waren dort zunächst das königliche Rentamt und anschließend das Finanzamt untergebracht. Seit den 1960er Jahren ist das Haus Sitz des Erzbischöflichen Ordinariats. Nach dem Ende der Generalsanierung wird die Kurie der katholischen Kirche rückübereignet.

Untersuchungen, die vor Beginn der Arbeiten stattfanden, brachten zu Tage, dass der Domherrenhof die südöstlichste Ecke der Domburg markiert. Er steht auf gewaltigen Stützmauern, die in Teilen älter als 800 Jahre sind. Das ergibt sich aus dem Alter der Kurien-Kapelle, die auf der Mauer errichtet wurde: Ihr Altarraum entstand um 1200. Rückblickend günstig hat sich die Jahrzehnte lange Nutzung des Sakralraums als Papierlager ausgewirkt: Feuchtigkeit zog nicht ins uralte Mauerwerk, sondern in das Papier.

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