Trotz Corona lebt die Jugendarbeit in der Gemeinde Viereth-Trunstadt. Zu verdanken ist dies der Jugendbeauftragten Vanessa Konz, die in der Gemeinderatssitzung von den Aktionen im vergangenen Jahr berichtete.

Insgesamt 140 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 17 Jahren nutzten die angebotenen Freizeitmöglichkeiten, 30 engagierten sich durch aktive Mithilfe. Durch den coronabedingten Lockdown musste kurzfristig umgeplant werden, da die Jugendtreffs monatelang nicht mehr öffnen durften.

Kontakthalten über Social Media

Der Jugendpflegerin war es wichtig, den Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen aufrechtzuhalten, was durch die sozialen Netzwerke gut möglich war. Es fanden live Frage- und Antwortrunden statt und sogar eine Online-Hausaufgabenhilfe konnte Vanessa Konz anbieten.

Als es im Juli wieder erlaubt war Treffen abzuhalten, wurden wegen der Sicherheitsbeschränkungen viele Aktionen nach draußen verlegt. Im Rahmen des Ferienprogrammes fand ein Survival-Training im Wald statt. Besonders stolz sind die Jugendlichen auf ein Filmprojekt über den Ursprung von Hausnamen in Viereth-Trunstadt. Um diese zu ergründen, wurde in der Geschichte der Gemeinde gewühlt.

Das von den Jugendlichen selbst geschnittene Video kann in den sozialen Netzwerken angeschaut werden. Hier erfährt man auch, dass neugeborene Kinder "im Seebrünnla daher geschwommen kamen."

Konz bleibt drei weitere Jahre

Der Jugendtreff kann unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen zu den gewohnten Öffnungszeiten besucht werden. Der Gemeinderat sowie Bürgermeisterin Regina Wohlpart (BG) sprachen Konz ein Dankeschön für ihren Einsatz für die Kinder und Jugendlichen der Gemeinde aus.

Die Beschlussfassung über die Vertragsverlängerung der kommunalen Jugendarbeit mit dem iSo e.V., der innovativen Sozialarbeit Bamberg, war einstimmig und man freute sich auf die nächsten drei Jahre Jugendarbeit mit Vanessa Konz.

Neue Betreuungsplätze für Kinder am "Am Schlossgraben 6"

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde der Antrag auf Vorbescheid für die Nutzungsänderung des Wohnhauses "Am Schloßgraben 6" in Trunstadt.

Hier soll eine heilpädagogische Kinder- und Jugendwohngruppe mit acht Betreuungsplätzen in familienähnlicher Atmosphäre entstehen. Kinder aus der Region vom Grundschulalter bis maximal 16 Jahre sollen hier die Möglichkeit einer außerhäuslichen Unterbringung erhalten, wenn eine Betreuung in der Familie aufgrund schwieriger Lebenslagen nicht möglich ist.

Matthias Gensner, Geschäftsführer von iSo in Bamberg, stellte in der Sitzung das Konzept einer 24-Stunden-Betreuung vor. Ein Objekt in Trunstadt sei wegen der guten Schulanbindung und der ländlichen Umgebung ideal. Der Ort biete außerdem die Integration im Orts- und Vereinsleben.