Die Prüfung des Fortschreibungsentwurfes habe ergeben, dass im Gemeindegebiet der Gemeinde Lauter in der Gemarkung Deusdorf an der Grenze zu Stettfeld und in der Gemarkung Lauter an der Grenze zu Stettfeld je ein Vorranggebiet für Windkraftanlagen auszuweisen. Diese Vorranggebiete lägen etwa 900 bis 1200 Meter südwestlich von Lauter und je etwa 900 Meter westlich von Deusdorf beziehungsweise südwestlich von Leppelsdorf.
Doch an der Beschlussempfehlung der Verwaltung, dieser Fortschreibung zuzustimmen und dies als einen wichtigen Beitrag für eine ökologisch verträgliche Energieversorgung in der Region Oberfranken zu sehen, entzündete sich im Gemeinderat eine überaus lebendige Diskussion, in der dieses Vorhaben von Minute zu Minute weniger Unterstützung fand. Der Zweite Bürgermeister Hans-Jürgen Zitzelsberger (CSU) fand es grundsätzlich nicht vertretbar, das schöne Lautertal mit Windrädern zuzupflastern. Differenzierter sah es Günter Zenk (Freie Wähler), der argumentierte, dass man, wenn man vom Atomstrom weg wolle, auch in den sauren Apfel von regenerativen Energien beißen müsse. Hildegard Weigmann (CSU) befand, dass die geplanten Windkraftanlagen viel zu nahe an bebauter Wohnlage geplant würden, zudem habe Lauter mit einer Vielzahl von Photovoltaikanlagen ohnehin seine Hausaufgaben gemacht. "Müssen wir unsere Heimat so verschandeln", fragte sie in die Runde und erntete durchweg Zuspruch. Nicht ausreichend informiert fühlte sich der Lauterer Gemeinderat, zu wenig Hintergrundwissen, wie der Regionalplan überhaupt zustande kommt und nach welchen Kriterien die Fläche für Windparks ausgewiesen werden, waren weitere Anliegen. Bürgermeister Armin Postler (CSU) sah erheblichen Aufklärungsbedarf und formulierte die Bedenken des Rates - der stimmte deshalb einstimmig gegen die Beschlussvorlage. Erst wenn der Gemeinderat klar sehe, welche Dimensionen solche Windkraftanlagen und nach welchen Kriterien Standorte gewählt würden, könne man zu einer fundierten Entscheidung gelangen.