Fast 6 Millionen Euro aus dem Staatssäckel fließen in das Projekt. Mitte 2009 musste die Bamberger Hochschule quasi über Nacht einen ihrer Standorte in der Altstadt räumen. Ein Statiker hatte festgestellt, dass die Standfestigkeit des Hauses nicht mehr gewährleistet war: Der gefährlichste aller Holzschädlinge, der "echte Hausschwamm", hatte sich im Anwesen Am Kranen 14 ausgebreitet.

Bis April 2011 stand das Haus aus dem 16. Jahrhundert leer, seitdem läuft die Sanierung. Heute wurde das Richtfest gefeiert. Über 100 Kleinbohrpfähle geben dem Mauerwerk wieder Stabilität, in den barockisierten Dachstuhl baute man einen Stahlträger ein.

Glück im Unglück war es für die Hochschul-Leitung, dass der akute Sanierungsbedarf des Einzeldenkmals den Neubau rückwärtiger Anbauten möglich machte. Dank des neuen Institutsgebäudes werden die Archäologen nach der Rückkehr in ihr Domizil deutlich bessere Arbeitsbedingungen vorfinden als bisher. Auch das dringend benötigte Archiv steht ihnen dann zur Verfügung.

Mit dem Ende der Großbaustelle im dicht bebauten Altstadt-Viertel zwischen Austraße und Kapuzinerstraße rechnet das Feder führende Staatliche Bauamt Bamberg im September 2013. Die Kosten belaufen sich auf fast 6 Millionen Euro, die Mieten für Ausweichräume inbegriffen.

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