Sassanfahrt
Sanierung

Fast wieder so wie beim Reichsgrafen

Die Sanierung des Sassanfahrter Schlosses schreitet sichtlich voran. Modern interpretiert wird der Barockgarten des Reichsgrafen Julius von Soden, der bereits im Sommer fertiggestellt sein soll.
Die Bauarbeiten am Schloss schreiten sichtbar voran. Alle Fotos: Annette Schäfer
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Wenn man genau hinsieht, kann man schon erkennen, wo eines Tages Schüler herumtoben und Konzertbesucher flanieren werden. Der kleine Freiplatz zwischen dem Sassanfahrter Schloss und seinem ehemaligen Verwaltergebäude wird dann gepflastert und begrünt sein, aber schon jetzt sehen die Sandsteinstufen, die den dahinter liegenden Hang abstützen, einladend aus. "Bei dem guten Wetter der letzten Zeit ging es ganz schnell, den Hang zu terrassieren und die zukünftigen Wege sichtbar zu machen", erklärt Landschaftsarchitektin Claudia Büttner vom betreuenden Architekturbüro Plaß aus Thiersheim.

Oberhalb der Sandsteinstufen werden Obstbäume gepflanzt, und ein Weg führt zum Barockgarten. Dieser entsteht gleich hinter dem Eingangstor auf einem etwas erhöht liegenden Gelände. Schon im Sommer werden hier Besucher Garten besichtigen können, der die Strukturen eines 1821 gezeichneten Grundrissplans aufnimmt und modern interpretiert. Dann wird es fast wieder aussehen, wie zu den Zeiten des wohl berühmtesten Schlossherren, Reichsgraf Julius von Soden, der 1784 bis 1811 hier wohnte.


Ein Teil ist im Sommer fertig



Claudia Büttner ist zuversichtlich: "Wenn alles klappt, haben wir diesen Teil der Gartenanlage bis Juni oder Juli fertiggestellt. Dann stehen hier mit Buchsbaum eingefasste Beete, eine Pergola und in Form geschnittene Bäume". Wenn also der Markt Hirschaid vom 14. bis zum 20. Juni auf der Landesgartenschauim Pavillon des Landkreises seine Präsentation zeigt, in der die Planungen im und am Schloss im Detail vorgestellt werden, kann man die Termine erfahren, wann der neue Schlossgarten zu besichtigen ist. Bis dahin dürfte auch die Stützmauer rund um das Schloss fertig saniert sein. Sie besteht aus massiven Sandsteinblöcken und ist schon auf einer historischen Zeichnung aus dem Jahr 1834 gut zu erkennen.

Daneben schreiten aber auch die Arbeiten im Gebäude selbst voran. Das aus Feuerschutzgründen notwendige neue Treppenhaus ist fast fertig, auch der Aufzugsschacht ist bereits betoniert. Nachdem einige neuere Zwischenwände in den Stockwerken entfernt wurden, erhält man völlig neue Eindrücke von den historischen Räumen. Der zukünftige Veranstaltungssaal im zweiten Stock ist hell und freundlich, denn mehrere zugemauerte Fenster wurden wieder geöffnet. Noch fehlt die Öffnung der Decke darüber, denn eines Tages soll der Saal einen offenen Dachstuhl haben.