Die CSU eröffnete am Dreikönigstag im Foyer der Konzerthalle den bunten Reigen der Neujahrsempfänge in Bamberg. Als Festrednerin konnte die parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dorothee Bär, gewonnen werden. Diese freute sich, wieder einmal in ihrer Geburtsstadt und der Stadt, in der sie ihr Abitur ablegte (am FLG), sein zu können.

In den Mittelpunkt ihrer Ansprache stellte Bär die Bedeutung des digitalen Ausbaus. "Wurde ich im Jahr 2009 von einem ranghohen Parteimitglied noch belächelt, dass ich mich so intensiv mit der Digitalisierung auseinandersetze, zweifelt heute dessen Wichtigkeit wohl keiner mehr an", sagte sie. Die Digitalisierung stelle nicht nur für den Mittelstand einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt dar, sondern biete auch viele neue Möglichkeiten wie im Bereich der Automobilindustrie oder im Gesundheitsbereich. Daher dürfe ein jeder ein stolzer Pionier im Zeitalter der Digitalisierung sein.

Bär fordert Entscheidungen in Sachen Sterbebegleitung

Neben dem Ausbau des Breitbandes stünde Bayern aber auch vor weiteren großen Herausforderungen. "Wir müssen die wahlkampffreie Zeit nutzen und bis Ende des Jahres eine Entscheidung in Sachen Sterbehilfe und Sterbebegleitung herbeiführen", forderte Bär. Hier bedürfe es eine Grundsatzentscheidung: Was ist Leben und was ist lebenswertes Leben?

Fürs laufende Jahr wünschte sich die Politikerin aber auch, dass ein jeder die kommende Zeit etwas bewusster erlebe. "Wir sollten versuchen, den ein oder anderen Streit erst gar nicht aufkommen zu lassen oder auf manchen Termin zu verzichten und hin und wieder auch einfach nur mal nachgeben."

Die beiden Kreisvorsitzenden der CSU Bamberg Stadt und Land, Christian Lange und MdB Thomas Silberhorn, gaben einen Ausblick auf Themen und Herausforderungen, die Bamberg künftig beschäftigen werden. So stellte Lange besonders die Investitionen in städtische Einrichtungen, Schulen und Kindergärten in den Mittelpunkt. "Ohne eine Nettoneuverschuldung werden wir viele Millionen Euro in die Zukunft Bambergs investieren", schilderte Lange.

Zwei große Herausforderungen für Bamberg

Zwar sei beim Quartier an der Stadtmauer eine Lösung in Sicht, aber dennoch gäbe es - wie Lange, aber auch Silberhorn betonten - zwei ganz große Herausforderungen, die Bamberg dieses Jahr und darüber hinaus bewältigen müssen: die ICE-Trasse und die Konversion. "Wenn ich mir die derzeitigen Pläne für die Konversion so anschaue, hoffe ich doch noch auf etwas mehr Einfallsreichtum", unterstrich hierzu Silberhorn. Man dürfe bei der Entwicklung des Kasernengeländes nicht immer nur schwarz-weiß denken und zwischen Abriss oder Erhalt der zivil genutzten Einrichtungen diskutieren. Sondern vielmehr müsse man auch über intelligente Lösungen nachdenken, wie man den Bestand weiterentwickeln könne.

Im Anschluss an die mit insgesamt einer Stunde kurz gehaltenen Ansprachen gab es als Geschenk für die parlamentarische Staatssekretärin Dorothee Bär noch einen Teddybären, und die Besucher des Empfangs durften sich über Frühlingsrollen und Weißwürste freuen sowie über ein Exemplar des Karikaturenkalenders "Gezielte Streifschüsse", der von der Mittelstandsunion gesponsert wurde. Der Erlös des Kalenderverkaufs wird für Projekte schulpflichtiger und jugendlicher Flüchtlinge zum Erlernen der deutschen Sprache eingesetzt.