Die Kirchensteuern scheinen weiterhin zu sprudeln. "Im Moment verdienen die Leute einfach mehr Geld", sagte eine Sprecherin des Erzbistum Bamberg am Mittwoch. Wegen der guten Wirtschaftslage plant das Erzbistum in diesem Jahr mit Kirchensteuereinnahmen von 162,6 Millionen Euro - rund drei Prozent mehr als im Vorjahr.

Zum Erzbistum Bamberg gehören rund 692 000 Katholiken. Deren Kirchensteuern sowie Zuschüsse und Einnahmen aus Miet-, Pacht- und Finanzerträgen sollen den Gesamthaushalt 2017 von fast 190 Millionen Euro ausmachen. Fast die Hälfte davon fließt nach Angaben des Bistums in die Seelsorge (knapp 90 Millionen Euro). In Schule, Bildung, Wissenschaft und Kunst sollen 31,7 Millionen Euro gehen.

Die Einnahmen durch Kirchensteuern werden Prognosen zufolge nicht immer weiter steigen - unter anderem wegen des demografischen Wandels und der Abwanderung in Nordbayern.