Auf einer Wanderung mit der Wallfahrergruppe Rothensand kam er auf die Idee. "Lasst uns doch auch mal eine richtige Radtour organisieren", schlug damals Helmut Kupfer, heutiger Leiter der Radfahrfreunde Kleinbuchfeld-Schnaid-Rothensand vor. Das Radfahren fände er schon immer gut. "Man kann dabei Orte besuchen, die zu Fuß einfach zu weit entfernt, und mit dem Auto unerreichbar sind."
Schon kurze Zeit nach der Ideenfindung folgten die ersten konkreten Pläne. Das Resultat - eine gelungene Tour mit 15 Teilnehmern von Treuchtlingen nach Eichstätt und zurück. Nach dem Erfolg habe man sich gefragt, ob es das schon gewesen sein soll, berichtet Kupfer. Man kam zu einem einstimmigen Ergebnis: "Wir führen fort, was wir begonnen haben - und bauen das Programm weiter aus."

Gemeinschaftsgefühl


Im Jahr 2009 unterteilte man die Ausflüge in Ein- und Zwei-Tagestouren. Der Zwei-Tages-Ausflug führte im Mai nach über Marktheidenfeld, Boxtal und Miltenberg nach Aschaffenburg, die Eintagestouren führten in die Fränkische Toskana und ins Aischtal. Auf der Letzteren wurden erstmals die offiziellen Fahrradfreunde-Poloshirts getragen. Dies soll, so sagt Helmut Kupfer, das Gemeinschaftsgefühl der Radler stärken. Zudem wurden die engagiertesten Velofahrer am Ende der Saison gekürt. "Wir preisen in unserer Jahresabschlusssitzung die oder den Radfahrfreund mit den meisten gefahrenen Touren und Kilometern", erklärt der Initiator der Gemeinschaft.
2010 Jahr wagte man weitere Schritte. Die eigene Homepage ging online, eine größere Auswahl an Reisen wurde angeboten und zusätzlich startete man wöchentliche Feierabendtouren. Auch 2011 bot Kupfer tolle Touren durch beinahe ganz Bayern an. Die Gruppe bekam immer mehr Zuwachs, mittlerweile zählt sie rund 50 Mitglieder. Sie kommen großteils aus den Ortsteilen der Marktgemeinde Hirschaid, den Ortsteilen der Gemeinde Hallerndorf und Gemeinde Hausen.
Die fünfte Saison leitet Helmut Kupfer die Radfahr-freunde nun schon. Wieder wird das Angebot ausgeweitet und wieder gibt es neue Touren. Sein Engagement und seine ungebremste Entdeckungslust begründet er so: "Viele Leute kennen Singapur und sonstige fremde Länder, aber nicht einmal die eigene Heimat. Das finde ich schade, ich will den Menschen die Möglichkeit geben, die örtliche Schönheit der Natur zu sehen."
Diesen Sommer geht es unter anderem ins Taubertal, nach Coburg und zum Schwanberg nach Wiesenbronn. Und um die Zukunft der Radler-Gemeinschaft steht es laut Kupfer blendend. "Die Saison 2013 ist schon so gut wie geplant."