"Macht er das vernünftig?", will Landrat Johann Kalb von einem Patienten über den behandelnden Chefarzt der Unfallchirurg Manfred Gunselmann während der Weihnachtsvisite in der Steigerwaldklinik wissen. "Wenn etwas vorfällt, sagen Sie mir das bitte gleich. Wir waren nämlich schon zusammen im Kindergarten", berichtet Kalb weiter und sorgt so für ein Lachen bei Patientin Maria Wechtler.


Vorhweihnachtlicher Besuch

Wie jedes Jahr bekamen alle Patienten der Steigerwaldklinik Burgebrach und der Juraklinik Scheßlitz vor Weihnachten hohen Besuch: Landrat Johann Kalb, der Bürgermeister Burgebrachs Johannes Maciejonczyk, die Geschäftsführerin Monika Röther und der Betriebsleiter Herbert Pflaum führten begleitet von den jeweiligen Chefärzten die Tradition der Weihnachtsvisite fort. Denn es ist die erste unter der neuen Geschäftsführerin Monika Röther, die nach 20 Jahren Dr. Manfred Fischer ablöste.


Engel mit Geschenken

Für weihnachtliche Stimmung sorgte die musikalische Untermalung durch ein Jugendblasorchester, die Ebrachtaler, und die beiden als Engel verkleideten Mädchen Alisia und Laura überreichten jedem Patienten ein kleines Weihnachtspräsent. Die kleinen Tüten enthielten allerlei Leckereien wie Plätzchen, Mandarinen und Schokolade - Für Diabetiker gab es natürlich die gesündere Variante. "Ich finde es toll, anderen zu Weihnachten eine Freude zu machen", sagt Engel Laura und lächelt dabei. "Also, Lieder singe ich ihnen nicht vor, aber Engel habe ich dabei", sagt Johann Kalb über seine beiden himmlischen Begleiter.

Ziel der Visite ist es, den Patienten zu Weihnachten eine besondere Freude zu machen. Denn in der Weihnachtszeit im Krankenhaus fern der Familie zu sein, sei nicht leicht, weiß der ärztliche Direktor Sören Maaß. "Deshalb ist der Besuch des Landrats ein Lichtblick im Klinikalltag und die Patienten fühlen sich gewürdigt", sagt er über die Weihnachtsvisite.


Durchweg positive Resonanz

Die Patienten und ihre Familien sind begeistert: Maria Wechtler liegt wegen eines Oberschenkelbruchs und vier OPs in der Klinik: "Ich freue mich über die Weihnachtsmusik, bitte lassen Sie meine Tür offen, damit ich noch etwas zuhören kann", sagt die 84-Jährige. Auch Margarete Griebsch, die nur zu Besuch in der Klinik ist, findet es toll, wenn sich Menschen um andere kümmern. "So wird es hier etwas heimelich und weihnachtlich", findet Griebsch.

Selbst der 16-jährige Marcus unterbricht sein Fernsehprogramm für den Weihnachtsbesuch. Wegen eines Fußballunfalls liegt er alleine in einem Vierbettzimmer und lässt sich deshalb gerne etwas ablenken. Am Ende sind alle Beteiligten glücklich und die Weihnachten kann kommen.