Wegen Schnee und Glätte hat es am Freitagabend in Franken mehrere Unfälle gegeben. Elf Menschen wurden insgesamt dabei verletzt, davon alleine neun im Kreis Bamberg.


Sechs Verletzte nach Unfall bei Heiligenstadt

Gegen 17 Uhr ereignete sich ein Unfall bei Heiligenstadt im Kreis Bamberg. Ein 22 Jahre alter VW-Fahrer war auf dem Weg von Heiligenstadt nach Unterleinleiter. Zeitgleich kam eine 33 Jahre alte VW-Fahrerin ihm entgegen. Kurz nach Heiligenstadt kam einer der beiden Fahrer aufgrund von Schneeglätte ins Schleudern und prallte frontal gegen den anderen. Welcher der beiden Auslöser des Unfalls war, ist noch unklar.
Der 22-Jährige, der alleine im Fahrzeug war, wurde leicht verletzt. Im Auto der 33-Jährigen waren insgesamt fünf Personen - darunter drei Kinder (2, 7 und 10 Jahre). Alle fünf Insassen wurden leicht verletzt. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf 15.000 Euro. Die Staatsstraße war etwa zwei Stunden gesperrt.


Zwei Verletzte nach Unfall bei Geisfeld

Ebenfalls am späten Nachmittag krachte es bei Geisfeld. Eine Fordfahrerin war auf der Staatsstraße 2210 zwischen Geisfeld und Litzendorf unterwegs, als sie aufgrund von Schneeglätte nach links von der Fahrbahn abkam und mit ihrem Wagen in einem Acker landete. Die Frau und ihr Beifahrer wurden leicht verletzt. Der Gesamtschaden beträgt etwa 1000 Euro.


Pkw kommt von B22 ab und fährt Böschung hinab

Am Freitagnachmittag geriet ein 22-jähriger Pkw-Fahrer auf der B 22, zwischen Birkach und Oberharnsbach, auf schneeglatter Fahrbahn mit seinem Pkw ins Schleudern und fuhr nach links durch eine Hecke eine Böschung hinunter. Auf dem angrenzenden Acker kam er zum Stehen. Der junge Mann musste mit einem schweren Schock ins Krankenhaus eingeliefert werden. An seinem Pkw entstand rund 6000 Euro Schaden. Er musste mit einem Abschleppdienst geborgen werden.


Unfall bei Meeder: eine Leichtverletzte

Ein demolierter Citroen und 4.000 Euro Sachschaden sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls vom Freitagabend auf der Kreisstraße CO17 bei Meeder. Zum Unfallzeitpunkt befuhr eine 18-jährige aus dem Landkreis mit ihrem Citroen die Kreisstraße von Meeder kommend in Richtung Beuerfeld. Auf Höhe der Abfahrt nach Drossenhausen geriet sie aufgrund schneeglatter Fahrbahn ins Schleudern und kam nach links von der Fahrbahn ab. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit musste durch einen Abschleppdienst geborgen werden. Die junge Fahrzeugführerin zog sich glücklicherweise nur leichte Verletzungen zu.


Unfall auf der A73 zwischen Lichtenfels und Bad Staffelstein

Bereits um 16 Uhr kam es auf der A73 bei Ebensfeld zu einem Unfall. Weil sie laut Polizei auf der schneeglatten Straße zu schnell unterwegs war, geriet die 42-jährige BMW-Fahrerin von der Fahrbahn ab und prallte gegen die rechte Außenschutzplanke.
Der rechte Fahrstreifen war gesperrt. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 20.000 Euro.


Unfall mit Räumfahrzeug

Gegen 19.15 Uhr wurde schließlich ein Unfall unter Beteiligung eines Räumfahrzeuges mitgeteilt. Ein 29-Jähriger aus Mittelfranken hatte den Schneepflug trotz dessen Warnbeleuchtung augenscheinlich zu spät erkannt. In Höhe Drossenhausen prallte der Verursacher mit hoher Geschwindigkeit in das Heck des Lkw. Dabei wurde der neuwertige BMW des Mannes total beschädigt. Der Unfallverursacher wurde in ein Krankenhaus gebracht. Auch das Räumfahrzeug musste zunächst vor Ort repariert werden, weshalb die Richtungsfahrbahn Nürnberg für etwa eine dreiviertel Stunde gesperrt blieb.



Unfall auf A71 bei Rannungen

Zu schnell bei schlechten Witterungsverhältnissen war am Freitag ein 47-jähriger Unterfranke auf der A71 Richtung Schweinfurt unterwegs. Aufgrund der nichtangepassten Geschwindigkeit geriet sein Pkw gegen 12.25 Uhr zwischen den Anschlussstellen Maßbach und Bad Kissingen bei Schneeglätte ins Schleudern und prallte beidseitig gegen die Betongleitwand.

Der VW überschlug sich und blieb quer zur Fahrbahn auf dem Dach liegen. Die Feuerwehr Poppenlauer sicherte die Unfallstelle ab. Der Pkw musste abgeschleppt werden. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro geschätzt.



Landkreis Hof: Zu schnell unterwegs bei Schnee

Eine 26-jährige Frau aus Unterfranken geriet am Freitag, um 11 Uhr, mit ihrem VW/Caddy auf der Kreisstraße zwischen Großlosnitz und der Einmündung nach Stockenroth/Münchberg ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Pkw überschlug sich einmal und kam im Straßengraben zum Liegen. Die Unfallverursacherin und ihre 55-jährige Beifahrerin blieben glücklicherweise unverletzt. Am Pkw entstand Sachschaden in Höhe von 16.000 Euro. Zum Unfall kam es wegen zu hoher Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn.

Trotz Schneefalls und nasser Fahrbahn fuhr ein 27jähriger Soldat mit seinem Seat mit von ihm selbst angegebenen 110 bis 120 Kilometern pro Stunde am Freitagabend auf der Autobahn in Richtung Berlin. Unbeeindruckt zeigt er sich auch von der angeordneten Geschwindigkeitsbeschränkung auf 80 Kilometern pro Stunde bei Nässe. Deshalb kam sein Pkw in der Linkskurve in Schleudern und prallte in die rechte Schutzplanke. Von hier ging es zurück auf die Fahrbahn, wo er mit dem dort fahrenden Audi eines 23-jährigen Landshuters zusammenstieß.

Die stark beschädigten Autos kamen schließlich auf der linken Spur zum Stehen. Es ist der Umsicht der nachfolgenden Fahrer zu verdanken, dass nicht noch weitere Fahrzeuge in die ungesicherte Unfallstelle fuhren. Die beiden Fahrzeugführer blieben unverletzt, der entstandene Sachschaden dürfte etwa 20.000 Euro betragen.

Beim Einfahren auf die A93 kam der Audi eines 20-jährigen Rehauers am Freitagabend auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Schlingern. Dabei touchierte er das Heck eines neben ihn fahrenden Lastzuges. Während der Lkw-Anhänger lediglich gering im Bereich der Beleuchtungseinrichtung beschädigt wurde, entstand am Audi an der Fahrzeugfront und Kotflügel Sachschaden in Höhe von etwa 3000 Euro. Die Fahrzeugführer bleiben unverletzt.


Zwei Glätteunfälle im Kreis Haßberge

Am Freitag gegen 13 Uhr befuhr eine 18- jährige Opel-Fahrerin die Kreisstraße von Haßfurt in Richtung Uchenhofen. Aufgrund schneeglatter Fahrbahn geriet der Corsa ins Schleudern, geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit dem entgegenkommenden VW Multivan. Wie durch ein Wunder wurden weder die Unfallverursacherin, noch die VW-Bus-Fahrerin und ihr sechs Jahre altes Kind verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden in Höhe von 18.000 Euro.

Zur gleichen Zeit befuhr ein ebenfalls 18 Jahre alter Opel-Fahrer die Staatsstraße 2278 von Haßfurt in Richtung Ebern. In der scharfen Rechtskurve zwischen der Abzweigung Kottenbrunn und Hofstetten geriet der Führerscheinneuling auf die Gegenfahrbahn und stieß dort frontal mit einem 40-Tonner zusammen. Da der Lkw-Fahrer zu dieser Zeit aufgrund der schneeglatten Fahrbahn äußerst langsam unterwegs war, entstand auch bei diesem Unfall lediglich Sachschaden. Dieser beläuft sich auf etwa 15.000 Euro.