Heinrichskrone

Eine Nachbildung für den Bamberger Erzbischof

Wertvolle Kunstgegenstände des Bamberger Domschatzes lagern seit mehr als 200 Jahren in München - nun ist zumindest eine Nachbildung der Heinrichskrone wieder in der oberfränkischen Domstadt zu sehen.
Gold- und Silberschmied Friedemann Haertl arbeitet in seinem Atelier in Bamberg an der rund 176.000 Euro teuren Replik der «Heinrichskrone», Kaiserkrone von Heinrich II.. Foto: David Ebener dpa
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Die Replik wird heute dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick überreicht. Das Original wird in der Schatzkammer der Münchner Residenz aufbewahrt. Laut Experten ist es für einen Transport zurück nach Bamberg zu zerbrechlich.

Die Nachbildung der Krone wird im Bamberger Diözesanmuseum zu den wichtigsten Ausstellungsstücken in einer Sonderschau gehören, die von Mai an zum 1000. Weihejubiläum des Doms zu sehen sein wird.


Die Oberfrankenstiftung hat den Nachbau der Reliquienkrone aus dem 13. Jahrhundert finanziert, der Bamberger Gold- und Silberschmied Friedemann Haertl hat sie in mehr als 2500 Arbeitsstunden gefertigt.
Im Zuge der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts waren die Schätze des Bamberger Hochstifts nach München gekommen. Vieles wurde eingeschmolzen, einige Kunstschätze behielten die herrschenden Wittelsbacher allerdings. Auch nach dem Ende des Königreichs Bayern 1918 blieb der Domschatz in München. dpa
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