Die Zeichen stehen gut dafür, dass der Frensdorfer Kindergarten bereits im Juni sein neues "Haus für Kinder" beziehen kann. Vor ihrer Sitzung ließen sich die Gemeinderäte von Leiterin Sabine Brehm und AWO-Geschäftsführer Werner Dippold durch den Neubau führen. Die Kindertagesstätte, im Zentrum von Frensdorf gelegen, soll ein Familienstützpunkt und ein Stützpunkt für Reggio-Pädagogik werden, die bereits jetzt praktiziert wird.

Mit der Vergabe der Bau- und Betriebsträgerschaft an die Arbeiterwohlfahrt habe die Gemeinde die richtige Entscheidung getroffen, stellte Bürgermeister Jakobus Kötzner (Aktive Wählerliste) fest. Wie Werner Dippold betonte, ist das Haus etwas Einmaliges für die gesamte Region. Junge Familien würden eine solche Einrichtung bei der Entscheidung über ihren Wohnort sehr wohl in Betracht ziehen. Eine erfreuliche Nachricht hatte Dippold für die Gemeinderäte: Der Bau liege sowohl im Zeit- als auch im Kostenlimit. Von insgesamt 3,8 Millionen Kostenvolumen seien bereits 3,4 Millionen ausgeschrieben.

Kita-Leiterin Sabine Brehm will im alten Domizil "bereits nach Ostern anfangen, die Koffer zu packen". Das Haus ist für sechs Kindergartengruppen und drei Krippengruppen konzipiert. Dass die Vorstellungen der Leiterin in das Haus eingeflossen sind, war bei der Führung deutlich zu spüren. Alles scheint genau auf die Bedürfnisse der kleinen Bewohner und des Erziehungspersonals zugeschnitten. Neben Räumen mit verschiedensten Möglichkeiten (Farbatelier, ein Raum für plastisches Arbeiten, Piazza und anderes mehr) gibt es auch eine große Dachterrasse. "Dort entsteht ein Garten der Sinne, eine Art Naturatelier", erklärte Brehm. Leider konnte die Gruppe die obere Etage nicht besichtigen. In zwei großen Bewegungsräumen mit in die Decke eingehängten Geräten sollen sich die Kinder künftig austoben. Außerhalb der Kinderzeiten können die Räume aber auch für Veranstaltungen genutzt werden.

Im nächsten Jahr soll im zweiten Bauabschnitt die Gemeindebücherei mit Cafe und Kinderhort gebaut werden.