Bei strahlendem Sonnenschein weihte Erzbischof Ludwig Schick den neuen Altar in der umfassend renovierten Kapelle St. Petrus in Treppendorf ein. Unter den Klängen der Ebrachtaler Musikanten hatten die Bürger, verschiedene Gruppen und Vereine mit ihren Fahnenabordnungen den Bischof am Orteingang abgeholt und ihn durch den festlich gestalteten Ort in das liebevoll geschmückte Gotteshaus begleitet.

In seiner Begrüßung als Hausherr dankte Bürgermeister Georg Bogensperger allen Beteiligten für die gelungene Sanierung der Kapelle St. Petrus. Nach dem Bau der Umgehung von Treppendorf und des zentralen Anschlusses an die Kanalisation sei es nun der richtige Zeitpunkt gewesen, die Kapelle zu sanieren. Der Markt Burgebrach wendete für diese Maßnahme rund 220 000 Euro auf. Die Gestaltung des Altarraumes übernahm die Kirchenstiftung, Zuschüsse gab es auch vom Erzbistum Bamberg und vom Landesamt für Denkmalpflege.
Mögen die Treppendorfer in ihrer Kapelle stets Trost und Frieden finden, lautete der Wunsch des Bürgermeisters.

Im Pontifikalamt zusammen mit Domkapitular Norbert Jung und dem Ortsgeistlichen Bernhard Friedmann verwies Bischof Schick vor der Weihwassersegnung auf die Tauferinnerung. Laetare "Freuet euch" -, der Sonntag des Kirchenjahres passe gut zu dem Ereignis in Treppendorf. Die Treppendorfer dürfen sich über die Vollendung der Sanierung ihrer Kapelle freuen, bleibe sie doch damit auch für künftige Generationen erhalten. Das Gotteshaus biete einen stabilen Punkt für viel Gutes für das Gemeinschaftsleben - ob in der Familie, in der Nachbarschaft, in den Vereinen oder in der gesamten Dorfgemeinschaft. Schick wünschte, dass die Treppendorfer in ihrer Kirche eine Orientierung für ein gutes Miteinander im Alltag finden mögen, dass neben der Erneuerung des Gotteshauses als äußeres Zeichen sich die Christen auch innerlich stets erneuern, dass das Leben jedes Einzelnen zum Segen wird und die Treppendorfer den Segen Gottes immer neu empfangen mögen und ihr Leben fruchtbar sei.

Vor der Weihe setzte Bischof Dr. Schick die Reliquien des hl. Gotthard in den neuen Altartisch ein. Der Künstler Albert Ultsch aus Bamberg, der den Altartisch aus Stein entworfen und hergestellt hat, hat die Öffnung anschließend vor den Augen aller Gäste professionell verschlossen. Nach der Besprengung mit Weihwasser, wurde der Altartisch gesalbt und Weihrauch auf dem Tisch verbrannt. Nach der Zeremonie konnten die Lichter angezündet und der Tisch gedeckt werden - für die erste Eucharistiefeier am neuen Altar.
Im Anschluss sorgte die Dorfgemeinschaft im Festzelt für die Bewirtung der Gäste.