Wie aus einer gemeinsamen Presseerklärung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Bamberg hervorgeht, gelang es nach langen Ermittlungen endlich einen berüchtigten Drogenring in Bamberg auszuheben. Dabei wurden bis jetzt 12 Verdächtige festgenommen. Diese sollen im großen Stil Marihuana und Kokain bundesweit verkauft haben. 

Der Ringe setzte sich vor allem aus Kurieren zusammen, die mehrfach nach Bamberg kamen und hier die Betäubungsmittel an Unterhändler übergaben. Der Großdealer lieferte die Drogen dann an regionale Dealer weiter, welche dann für den Vertreib sorgten. Umschlagplatz waren dabei fast immer private Anwesen der Verdächtigen. 

Kokain und Marihuana - der Drogenring von Bamberg

Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalpolizei (Z) Oberfranken ergaben, dass der Ring als Drogenquelle einen Zulieferer aus Nordrhein-Westfalen nutzte. Dabei waren schon mehrere Kilogramm Marihuana und mehre hunderte Gramm Kokain nach Bamberg gekommen. Den Fahnder gelang es nicht nur die lokalen Täter auszuschalten, sondern auch den Hintermann in NRW festzunehmen. 

Beim Umsatz datiert die Polizei den Verdienst des Rings auf einen hohen sechsstelligen Bereich. Bei den Tätern fand man einen Fuhrpark mit sieben luxuriösen Fahrzeugen. Alleine im Jahr 2021 sollen die Täter bereits die Million geknackt haben.

Bei der Vollstreckung der 12 Haftbefehle setzte die Polizei außerdem auf die Zusammenarbeit mehrerer Spezialkräfte. Ein Drogenspürhund fand kurzerhand sogar einen Drogenbunker.

Polizeispürhund fand Drogenbunker

Die Festgenommenen sitzen derzeit - mit Ausnahme von drei Personen - in Untersuchungshaft und müssen sich zeitnah unter anderem wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge vor Gericht verantworten. Für das Verbrechen drohen langjährige Haftstrafen. Ein Teil der aus dem Drogenhandel erwirtschafteten Fahrzeuge sowie weitere Gegenstände im Gesamtwert von über 100.000 Euro wurden eingezogen.