Bei den Haushaltsberatungen in diesem Frühjahr war aber auch der Ruf laut geworden, die Straßensanierung nicht zu lange hinauszuschieben.
Die Straßensanierung sei nur im Kontext des Kanalbaus zu sehen, sagte Mahr. Wenn der nicht kommen würde, "könnte man noch ein bisschen zaubern", meinte der Bürgermeister im Hinblick auf den Zustand der Straße und die Möglichkeit, die Sanierung durch Ausbesserungsarbeiten noch einige Jahre zu verzögern. Denn was die Kosten betrifft, "wird das heftig", wie Philipp Mohr (UW) anmerkte.

Die Gesamtkosten werden nach einer ersten Aufstellung von Ingenieur Andreas Dremel, selbst ÜWG-Gemeinderat, etwa 973 000 Euro betragen. Zuschüsse erhofft sich die Gemeinde vor allem aus dem Finanzausgleich des Freistaats Bayern, da es sich nicht um eine reine Ortsstraße, sondern auch um eine Gemeindeverbindungsstraße handelt. Geld könnte auch aus der Städtebauförderung fließen. Allerdings wohl nicht für die Fahrbahn, sondern nur für die Neugestaltung der Gehwege. Zuschüsse wird es jedoch nur auf den Gemeindeanteil der Baukosten geben, führte Geschäftsleiter Gerd Franke aus. Der liegt nach der gültigen Straßenausbaubeitragssatzung bei 70 Prozent. 30 Prozent der Kosten werden demnach die Anlieger übernehmen müssen.

Der Anteil ist niedriger als bei einer normalen Ortsstraße, da es sich auch um eine so genannte Haupterschließungsstraße handelt, wie Geschäftsleiter Gerd Franke erläutert. Wie hoch die Kostenbeteiligung der Anwohner genau ausfalle, lasse sich derzeit aber noch nicht sagen. Dazu müssen erst die konkrete Planung gemacht werden.

Diese müssen noch in diesem Jahr stehen, damit man im kommenden Frühjahr beginnen und zügig bauen könne, meinte Dremel. Nach seinen Vorstellungen soll die Sanierung in zwei Abschnitten erfolgen: zunächst von der Einmündung Ziegelhütte bis zur Cent-Hoheneich-Straße, danach weiter bis zur Einmündung Wolfskehln. Der Gemeinderat nahm die Grobplanung zur Kenntnis und beauftragte die Verwaltung, die Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten. hak