Jetzt geht es los: Die ersten Bäume, die gefällt werden müssen, sind markiert. Wenn dieser Tage die Rodungen in der Hirschaider Regnitzau beginnen, wird nach langen Jahren der Vorbereitung der Hochwasserschutz für die Anwohner endlich Realität.

Es entsteht ein Damm, der den Hirschaider Ortsteil vor den möglichen Fluten der Regnitz schützen soll. Wenn - wie es Experten voraussehen - außergewöhnliche Hochwasserereignisse durch den Klimawandel zunehmen, müssen größere Baumaßnahmen ergriffen werden.

Zehn Jahre lang diskutiert

Diskutiert wurde über den Hochwasserschutz in der Regnitzau lange, rund zehn Jahre. Zunächst war vorgesehen, einen Damm durch die Auenwiesen zu führen, der in einem Abstand von mehreren 100 Metern von den Wohnhäusern entfernt verlaufen sollte.


Nachdem aber im Jahr 2007 die Flächen entlang der Regnitz in das europäische Naturschutzprogramm "FFH" (Flora-Fauna-Habitat) aufgenommen wurden, war die vorliegende Planung hinfällig. Der Verlauf des Schutzdammes wurde dann in den neuen Plänen unmittelbar an die Bebauung herangeführt, um die wertvollen Auenwiesen, Sandrasen und weitere schützenswerte Naturräume nicht zu durchschneiden.

Die Folge: die Anwohner gingen auf die Barrikaden, da sie ihre Wohnqualität beeinträchtigt sahen. Aller Protest nutzte nichts, die neuen Pläne werden jetzt konkret umgesetzt.

Nachdem bereits im vergangenen Juli in Anwesenheit von Umweltminister Marcel Huber (CSU) der offizielle erste Spatenstich begangen worden war, beginnen in diesem Frühjahr die Bauarbeiten. Als Vorbereitung wird jetzt die Baufläche vermessen, dafür müssen, um dem Naturschutz Folge zu leisten, erst einmal jene Bäume gefällt und Büsche gerodet werden, die weniger als zehn Meter vom Baufeld Abstand haben.