Den 18 Trägern des Domkreuzes ist bei jeder Fronleichnamsprozession die Hochachtung aller sicher. Sie meistern jedes Jahr die schwerste Aufgabe, wenn sich der lange Zug um den Erzbischof mit dem Allerheiligsten hinunter zum Maxplatz und wieder zurück hinauf zum Dom bewegt.

Für das Schweiß treibende Ehrenamt mangelt es nicht an Freiwilligen. Im Gegenteil. Der Platz unterm Kreuz wird quasi vererbt. Söhne und Enkel tragen heute stolz das Erbe, das sie von ihren Vätern und Großvätern übernommen haben, die Mitglieder beim katholischen Werkvolk, heute Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), waren. Das Werkvolk übernahm 1919 das Tragen des Domkreuzes von den Malern. Warum die nicht mehr zur Verfügung standen, entzieht sich der Kenntnis von Udo Scherzer, stellvertretender KAB-Kreisvorsitzender.