Es ist Samstagvormittag, auf der Bamberger Kettenbrücke herrscht reges Treiben. Passanten mit Einkaufstaschen erledigen ihre Wochenendeinkäufe, andere schlendern über die Brücke, lassen sich treiben.

An diesem Morgen bildet die Kettenbrücke den malerischen Hintergrund für den "Tag der Jugend". 27 Jugendgruppen und -organisationen säumen die Brücke über die Regnitz und stellen ihre Aktionen und Projekte vor.

Organisator dieses "Tages der Jugend" ist der Stadtjugendring Bamberg. Dessen Geschäftsführer Richard Röckelein kann sich über mangelnde Beteiligung nicht beklagen. "Die Jugendverbände der einzelnen Organisationen nutzen die Gelegenheit gerne, ihre Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt zu machen."

Der Termin ist ein "jährlich wiederkehrender Event, auf den sich die Jugendgruppen einstellen, den sie in ihren Planungen berücksichtigen", so Röckelein.
Die Kettenbrücke ist zum ersten Mal Schauplatz für die Präsentation der Jugendlichen. Da der Stadtjugendring finanziell "kleine Brötchen backen" muss, wie es sein Geschäftsführer formuliert, ist man darauf angewiesen, die Miete für den "Tag der Jugend" möglichst gering zu halten.

Die Kettenbrücke ist neben einem günstigen Standort zudem ein "schönes Symbol" für diesen Tag, der seinerseits eine Brücke zu Kindern und Jugendlichen schlagen soll und nach der diesjährigen Premiere ist Richard Röckelein mehr als zufrieden mit dem Standort. Der Gschäftsführer des Stadtjugendrings weiß um die Nöte vieler Vereine, die Nachwuchssorgen plagen. Doch die jungen Menschen, die ihre Gruppen an diesem Samstag auf der Kettenbrücke vertreten, zeigen, dass es möglich ist, Hauptberuf oder Studium und Ehrenamt unter einen Hut zu bringen.

Die Vielfalt der Jugendarbeit in Bamberg ist beeindruckend und das Informationsangebot der Stände wird sehr gut angenommen. Richard Röckelein ist bemüht, jedes Jahr neue Gruppen für eine Teilnahme zu gewinnen. Er möchte die Bedeutung der "demokratischen und sozialen Jugendarbeit, die häufig im Verborgenen" stattfindet, zumindest für einen Tag in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.