Der Spatenstich avancierte zu einem kleinen Festakt: Unzählige Politprominenz und Gäste wohnten dem Ereignis am Clavius-Gymnasium (CG) bei, das in der Aula seinen Anfang nahm und von der Big Band der Schule umrahmt wurde. Schließlich, so betonte CG-Schulleiter Wolfgang Funk, sei der Anlass in der Geschichte des Gymnasiums auch ein sehr bedeutsames Ereignis. "Wir freuen uns außerordentlich, dass nach gefühlten hundert Jahren Wartezeit die lang ersehnte und dringend erforderliche Baumaßnahme nun endlich beginnt", betonte Funk. Nun hätten die Jahrzehnte währende Raumnot und die damit verbundenen Erschwernissen für Lehrer und Schüler bald ein Ende.

Auch sein Amtskollege von der Martinschule, Rektor Dieter Hell, begrüßte den Start des Umbaus und die Erweiterung, insbesondere jedoch die Modernisierungsarbeiten.
"Diese Modernisierung hat neben den verbesserten Raum- und Lebensbedingungen, erhöhter Energieeffizienz und einer Sicherheitsoptimierung auch eine pädagogische Absicht, denn wer lernt, dem muss Raum gegeben werden", erläuterte er. Denn Räume hätten großen Einfluss auf das Schulklima und auf die Unterrichtsqualität. Und gut durchdachte pädagogische Raumkonzepte wären eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Kinder und Jugendliche die Schule als attraktiven Lern-und Lebensraum erfahren und sich so mit den Bildungs- und Erziehungszielen identifizieren könnten.

Landrat Günther Denzler, zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes Gymnasien, schilderte die einzelnen bevorstehenden Baumaßnahmen. So wird ein Erweiterungsbau für Unterrichtsräume und Pausenhallen errichtet, ebenso eine Einfachsporthalle. Saniert und energetisch ertüchtigt werden aber auch das Einzeldenkmal in der Kapuzinerstraße sowie die Martinschule. Die Durchführung ist in vier Bauabschnitten geplant. Eine Fertigstellung ist für September 2017 geplant. Die Baukosten liegen insgesamt bei rund 36 Millionen Euro.

Staatssekretärin Melanie Huml (CSU) hob hervor, dass Schule längst nicht nur Lernraum, sondern auch Lebensraum sei, und zwar sowohl für Schüler als auch für Lehrkräfte. "Zwar müssen sie während der Bauphase nun sicherlich mit der einen oder anderen Einschränkung leben, dafür aber wird ihre Freude umso größer sein, wenn alles fertig und aufs Beste gelungen ist." Dann, so Huml, wird es ein regelrechtes Schulhaus zum Wohlfühlen und damit eine wichtige Grundlage für effektive Bildungs- und Erziehungsarbeit.