Klängen
Sätze wie dieser hätten allerdings in der Inszenierung, bei der es auch an Schaukämpfen nicht fehlt, durchaus mehr Raum verdient. Eine Massenvergewaltigungsszene hingegen erweist sich, auch aufgrund der energetischen Umsetzung Hochbergers, die über die Bühne geschleudert wird, als derart drastisch, dass die untermalenden Klarinetten- und Flötenklänge aus dem Orchestergraben nicht so recht dazu passen wollen.

Patrick L. Schmitz, gewohnt sicher in der Rolle des komisch-tollpatschigen, Sprüche klopfenden Rittergefährten Sancho; Florian Walter, mal als überlegener Gefangenenhäuptling, mal als überforderter Gastwirt; Felix Pielmeier als arroganter Dr. Carrasco respektive argwöhnischer Gefängnis-"Herzog" im mottenzerfressenen Pelzmantel: Sie alle tragen zur sehr präsenten Bühnenleistung des Ensembles bei.