Die Erweiterung des Klinikums am Bruderwald schreitet mit großen Schritten weiter voran. So werden derzeit riesige Baugruben hinter dem Gebäudetrakt ausgehoben. Der sogenannte dritte Bauabschnitt sieht dort vor, auf dem Dach der ehemaligen Wäscherei zehn High-Tech-Operationssäle zu errichten.

Insgesamt wird der Neu- bzw. Anbau fünf Ebenen umfassen. In den untersten zwei Ebenen werden künftig eine Werkstatt, eine Wasseraufbereitungsanlage sowie Anlagen zur Luftversorgung untergebracht. Für die dritte Ebene, die sich auf Höhe des Eingangsbereichs im 4. Stock befindet, ist eine neue Zentralsterilisation nebst Personalumkleiden vorgesehen. Im fünften Stockwerk entsteht ein neuer Operationsbereich mit zehn Operationssälen. Das Besondere: Es wird für alle Räume eine zentrale Einleitung (wo Patienten für die OP vorbereitet werden) geben.
"Zudem", so freute sich Xaver Frauenknecht, Vorstand der Sozialstiftung, "wird im neuen OP-Bereich auch ein sogenannter Hybrid-OP zur Verfügung stehen."

Fördergelder vom Freistaat

Dieses innovative Operationssaal-Konzept werde es ermöglichen, dass Chirurgen, Gefäßchirurgen und Radiologen interdisziplinär komplexe Operationen durchführen und neue Therapieverfahren umsetzen können. Im obersten Stockwerk wird die Technikzentrale untergebracht. Alle neuen Operationssäle werden Tageslicht haben.

Die Fertigstellung des Bauabschnitts wird Ende 2014 erwartet. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 32,3 Millionen Euro. Der Freistaat, so betonte Staatssekretärin Melanie Huml (CSU) bei einer Ortsbesichtigung, habe über 27 Millionen Euro Fördergelder dazu beigesteuert. "Wir wollen bayernweit die medizinische Versorgung sicherstellen, deshalb fördert die Staatsregierung die bayerischen Krankenhäuser mit 500 Millionen Euro. Damit setzen wir ein starkes sozialpolitisches Signal", schilderte die Staatssekretärin.

Nach der Fertigstellung des neuen Operationstrakts wird 2015 der Ausbau weitergehen. So wird ein Herz-Hirnzentrum errichtet und es kommen spezielle Hygienezimmer mit Schleusen. Auch dafür hat der Freistaat laut Huml fast zehn Millionen Euro bewilligt. Geplant ist zudem ein vierter Bettenturm.