Bamberg
Denkmalpflege

Dachstuhl des Dominikanerbaus wird saniert

Mit 22 Meter Breite und 15 Meter Höhe ist das mittelalterliche Hallendach des Dominikanerbaus das größte in der Bamberger Altstadt. Weil die ehemalige Kirche von der Uni als Aula genutzt wird, liegt der Bauunterhalt beim Staat. 3,35 Millionen Euro steckt das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst jetzt in die Dachsanierung.
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Teile des Bamberger Dominikanerbaus, der seit 1803 sakularisierten ehemaligen Dominikanerkirche im Sand, stammen noch aus den Jahren 1401 bis 1417. Damals wurde das Gotteshaus in seiner heutigen Form nach einem Brand an Stelle einer Kapelle errichtet.
600 Jahre später steht dem historischen Dachstuhl eine grundlegende Sanierung bevor: Das Staatliche Bauamt beginnt voraussichtlich am 6. Juli. Einen Tag vorher wird im Dominikanerbau die bis auf Weiteres letzte Veranstaltung der Otto-Friedrich-Universität stattfinden. Sie nützt das Einzeldenkmal seit dem Jahr 2002 als Aula.

Fast so lang bemühen sich die Hochschulleitung und das Staatliche Bauamt Bamberg schon um Mittel für die Dachsanierung. Der Bedarf war vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst seit Jahren anerkannt, aber erst heuer gab es die Mittel zum Titel: 3,35 Millionen Euro stehen nun zur Verfügung, zur Freude von Hochschul-Kanzlerin Dagmar Steuer-Flieser und Bauamtsleiter Fritz Angerer. Das machten sie bei einem Gespräch deutlich, an dem auch Projektleiter Ralf Kürschner vom Bauamt teilnahm.

Seit fast vier Jahren kann die Aula nur noch genutzt werden, weil unter der Decke ein Netz gespannt ist, das abplatzende Putzteile auffängt. Auch von außen waren Sicherheitsvorkehrungen nötig, damit herab fallende Ziegel niemanden verletzen. Der bröckelnde Putz und sich lockernde Biberschwänze haben die selbe Ursache, sagt Angerer: statische Probleme im Dachstuhl.

Von den 3,35 Millionen Euro aus München soll auch etwas in die Fenster des Dominikanerbaus investiert werden. Durch sie dringt warme Luft nach außen und die kalte nach innen. Lösen will das Bauamt das Problem, indem es vor die Originalfenster eine Schutzverglasung setzt.

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