• Mehrere fränkische Städte mit überdurchschnittlich hohen Inzidenzen
  • 22 Regionen aktuell unter Inzidenzwert 10 (Stand: 21.06.2021)
  • Gleichzeitig: 16 Städte/Landkreise in Franken mit Verbreitung der Delta Variante
  • Zwei fränkische Städte mit sehr schneller Ausbreitung 

Die Corona-Zahlen in Franken sind auf den ersten Blick erfreulich niedrig. Doch im bundesweiten Schnitt stechen gleich mehrere Städte und Landkreise negativ heraus. Auch zeigt sich: Die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus ist in Franken stark auf dem Vormarsch. Vor allem in Unterfranken gibt es sehr viele Fälle, aber auch in Mittel- und Oberfranken werden immer mehr Infektionen mit der hochansteckenden Mutante nachgewiesen. 

Update vom 18.06.2021, 11.50 Uhr: Delta-Variante breitet sich rasend schnell in Franken aus

Die Corona-Neuinfektionen in Franken sind in den vergangenen Tagen erneut stark zurückgegangen. Gleichzeitig weisen mehrere Städte und Landkreise im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich hohe Inzidenzwerte ab. Auch die Delta-Variante verbreitet sich in den fränkischen Regionen immer stärker. Experten und Politiker warnen davor, die gefährliche Mutante in der vermeintlich entspannten Sommersituation zu unterschätzen, gerade Schulen könnten zu Superspreader-Orten werden.

Hier verbreitet sich die Delta-Variante in Franken gerade besonders stark:

In Kitzingen sind die nachgewiesenen Infektionen mit der Delta-Variante nach der Stadt München bayernweit am zweithöchsten (Stand: 21.06.2021). Die Gesundheitsämter melden hier laut dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mittlerweile 24 Fälle. Auch in der Stadt Nürnberg sind in den vergangenen Tagen erstmals Delta-Infektionen registriert worden. Diese 16 Städte und Landkreise sind betroffen (gesamt: 37):

  • Landkreis Kitzingen: 24
  • Landkreis Würzburg: 10
  • Stadt Würzburg: 5
  • Stadt Bamberg: 4
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 4
  • Stadt Nürnberg: 3
  • Landkreis Augsburg: 3
  • Stadt Aschaffenburg: 2
  • Landkreis Aschaffenburg: 2
  • Stadt Schweinfurt: 2
  • Landkreis Schweinfurt: 2
  • Stadt Erlangen: 2
  • Landkreis Kronach: 1
  • Landkreis Nürnberger Land: 1
  • Stadt Coburg: 1
  • Landkreis Bamberg: 1

Gleichzeitig liegen gleich mehrere fränkische Städte bei den Neuinfektionen unter den 15 am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands. In Schweinfurt ist die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile auf unter 50 gesunken, liegt mit 41,2 aber bundesweit auf Platz 2. (Quelle: RKI, 21.06.2021, 0.00 Uhr). Nur zehn Städte und Landkreise verzeichnen in Deutschland derzeit eine höhere Inzidenz als die Stadt Bamberg (23,3, mehr dazu lesen Sie in unserem Corona-Ticker für Bamberg). Direkt dahinter folgt Nürnberg (22,2). 

Diese fränkischen Regionen weisen die niedrigsten Inzidenzen auf:

Doch es gibt auch gute Neuigkeiten. Insgesamt verzeichnen neun fränkische Städte und Landkreise eine 7-Tage-Inzidenz unter fünf Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, 23 liegen unter 10. Hier ist die Inzidenz frankenweit am niedrigsten (Stand: 21.06.2021):

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  • Landkreis Roth: 0,7
  • Landkreis Bad Kissingen: 0,9 
  • Stadt Bayreuth: 1,3
  • Landkreis Bayreuth: 1,9
  • Stadt Schwabach. 2,4
  • Landkreis Wunsiedel: 2,7
  • Landkreis Kulmbach: 4,1
  • Stadt Hof: 4,3
  • Landkreis Haßberge: 4,7 

Update vom 17.06.2021, 16:30 Uhr: Corona-Mutante aus Indien vor allem in Unterfranken - Kitzingen und Würzburg mit den meisten Fällen 

Die Delta-Variante des Coronavirus ist nun auch in Deutschland angekommen. Der Immunologe Carsten Watzl schätzt, dass der Anteil in Deutschland bereits bei über zehn Prozent liegt. Die Delta-Variante sei dabei jedoch nochmal um 60 Prozent ansteckender als die bisher so weit verbreitete Alpha-Variante aus Großbritannien, die für die dritte Corona-Welle in Deutschland verantwortlich war. 

Besonders eine Personengruppe ist besonders von der indischen Delta-Variante betroffen: Der Immunologe Watzl befürchtet vor allem ein erhöhtes Ausbruchsgeschehen in Schulen. Kinder und Jugendliche seien also besonders gefährdet, wie der Vergleich mit Großbritannien zeige.

In Franken ist vor allem die Stadt Kitzingen betroffen: Mit rund 23 gemeldeten Infektionen mit der Delta-Variante verzeichnet Kitzingen mit Abstand die meisten Fälle in Franken. Bayernweit gab es nur in München noch mehr: Dort wurden bereits 57 Infektionen mit der Mutation aus Indien gemeldet. Auch Würzburg ist schon betroffen: Im Landkreis gab es bisher neun Fälle der Delta-Variante, in der Stadt sind es vier. 

Delta-Variante des Coronavirus: In diesen fränkischen Städten gibt es Fälle 

Insgesamt wurden in Franken bisher 50 Infektionen mit der Delta-Variante gemeldet. 42 davon wurden in Unterfranken verzeichnet, sechs Fälle stammen aus Mittelfranken und zwei Infektionen mit der Delta-Variante sind in Oberfranken eingegangen. Von 37 fränkischen Städten und Landkreisen sind bisher jedoch nur diese zwölf betroffen. 

  • Landkreis Kitzingen: 23
  • Landkreis Würzburg: 9
  • Stadt Würzburg: 4
  • Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 3
  • Landkreis Aschaffenburg: 2
  • Stadt Erlangen: 2
  • Stadt und Landkreis Bamberg: 2
  • Stadt Schweinfurt: 2
  • Stadt Aschaffenburg: 1
  • Landkreis Coburg: 1
  • Landkreis Kronach: 1
  • Landkreis Nürnberger Land: 1
  • Landkreis Schweinfurt: 1 

Alle anderen fränkischen Regionen haben bisher noch keine Infektionen mit der Delta-Variante gemeldet. Das könnte sich jedoch schon bald ändern: Der Immunologe Watzl erklärt, was die Variante so gefährlich macht und gibt eine Prognose ab, inwiefern es Deutschland so ergehen wird wie Großbritannien. 

Update vom 16.06.2021: Franken fast komplett grün - Stadt Bayreuth mit null Corona-Neuinfektionen

Fast alle Regionen Frankens liegen derzeit im grünen Bereich. Im "grünen Bereich" liegen die Regionen, deren 7-Tage-Inzidenzen den Grenzwert von 50 aktuell nicht überschreiten, sondern darunter liegen. In der Stadt Bayreuth gibt es aktuell gar keine Neuinfektionen mehr: Die Inzidenz liegt hier derzeit bei 0,0. Bayernweit ist Bayreuth die einzige Region, die derzeit keine Neuinfektionen mehr verzeichnet.

Insgesamt liegen derzeit elf fränkische Regionen im einstelligen Inzidenzbereich. Allen voran die Stadt Bayreuth dicht gefolgt vom Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge, dessen Inzidenzwert sich mit 1,4 aktuell auch dem Nullwert annähert. Bayernweit liegt der Landkreis damit auf dem zweiten Platz. Auf Frankens Platz drei folgt der Landkreis Bayreuth, der derzeit eine Inzidenz von 2,9 aufweist.

In diesen fränkischen Städten und Landkreisen sind die Corona-Zahlen aktuell am niedrigsten:

  1. Stadt Bayreuth: 0,0
  2. Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge: 1,4
  3. Landkreis Bayreuth: 2,9
  4. Landkreis Bad Kissingen: 3,9
  5. Landkreis Roth: 4,7
  6. Stadt Schwabach: 4,9
  7. Landkreis Kulmbach: 5,6
  8. Landkreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim: 6,9
  9. Landkreis Hof: 7,4
  10. Landkreis Aschaffenburg: 7,5
  11. Landkreis Erlangen-Höchstadt: 9,5

Höchster Corona-Wert Deutschlands: Schweinfurt bleibt trauriger Spitzenreiter

Die Corona-Karte Frankens ist fast durchweg grün: Nur die Stadt Schweinfurt bildet mit einer Inzidenz von 84,2 einen gelben Fleck ab. Damit bleibt die Stadt weiterhin trauriger Spitzenreiter Frankens und belegt derzeit auch deutschlandweit mit Abstand den ersten Platz der höchsten Corona-Werte. Schweinfurt ist damit neben dem Landkreis Kronach und der Stadt Ansbach die einzige Region Frankens, in der die Corona-Lockerungen bei einer Inzidenz von unter 50 derzeit nicht greifen.

In der Stadt Ansbach liegt die Inzidenz aktuell bei 19,1. Der Grenzwert 50 wurde in der Stadt zuletzt am Sonntag (13. Juni 2021) überschritten. Lockerungen könnten hier also frühestens Montag nächste Woche (21. Juni 2021) greifen. Der Landkreis Kronach war schon einen Tag früher im grünen Bereich, Lockerungen wären hier also bereits am Sonntag (20. Juni 2021) möglich. Einen Überblick über die aktuellen Corona-Regeln finden Sie bei inFranken.de.

In diesen fränkischen Regionen ist die 7-Tage-Inzidenz aktuell am höchsten:

  1. Stadt Schweinfurt: 84,2
  2. Stadt Nürnberg: 34,7
  3. Landkreis Kronach: 33,0
  4. Landkreis Haßberge: 28,4
  5. Stadt Bamberg: 28,4
  6. Landkreis Forchheim: 26,7
  7. Landkreis Coburg: 25,4
  8. Landkreis Lichtenfels: 24,0
  9. Landkreis Bamberg: 23,8
  10. Stadt Aschaffenburg: 21,1

Update vom 10.06.2021: Hier in Franken gibt es fast keine Corona-Neuinfektionen mehr

Innerhalb Frankens hatte sich die Covid-19-Situation zuletzt enorm verbessert. Nun sind die Infektionszahlen in etlichen Landkreisen und Städten abermals zurückgegangen. In einigen Regionen nähert sich die Inzidenz inzwischen sogar dem Nullwert.

Sechs fränkische Regionen mit einstelligem Inzidenzwert

Die Pandemie-Situation in Franken ist damit alles in allem entspannt. Im Moment haben 35 der 37 fränkischen Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von unter 50 (Stand: 10.06.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). In sechs Städten und Landkreisen liegt der Corona-Wert im Augenblick sogar im einstelligen Bereich

Die niedrigsten Covid-19-Zahlen innerhalb Frankens weist gegenwärtig der Landkreis Bayreuth auf. Hier liegt die Inzidenz am Donnerstag bei lediglich 1,0 - das ist der fünftniedrigste Wert in ganz Deutschland. Auf Frankens Platz 2 folgt die Stadt Bamberg. Dort beträgt der Corona-Wert nur 1,3. Die frankenweit drittwenigsten Neuinfektionen - mit einer Inzidenz von 2,7 - gibt es in der Stadt Bayreuth.

Auch die Landkreise Roth, Kulmbach und Weißenburg-Gunzenhausen befinden sich im einstelligen Inzidenzbereich. 

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den niedrigsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf: 

  1.  Landkreis Bayreuth: 1,0
  2.  Stadt Bamberg: 1,3
  3.  Stadt Bayreuth: 2,7
  4.  Landkreis Roth: 5,5
  5.  Landkreis Kulmbach: 7,0
  6.  Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen: 9,5
  7.  Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: 11,0
  8.  Landkreis Rhön-Grabfeld: 12,6
  9.  Landkreis Bad Kissingen: 12,6
  10.  Landkreis Main-Spessart: 13,5

Schweinfurt mit zweithöchstem Corona-Wert Deutschlands

Binnen eines Monats sind die Infektionszahlen in Franken massiv gesunken. Am Donnerstag weisen lediglich zwei fränkischen Regionen einen 7-Tage-Inzidenzwert von über 50 auf (Stand: 10.06.2021, 00.00 Uhr; Quelle: RKI). Dies sah vor genau einem Monat, am 10. Mai, noch vollkommen anders aus. Damals hatten sämtliche 37 fränkischen Regionen einen Corona-Wert von mehr als 50.

Frankens Corona-Hochburg ist augenblicklich die Stadt Schweinfurt. Hier weist die 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 73,0 auf - das ist momentan die zweithöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Auf Frankens Platz 2 folgt die Stadt Ansbach mit einem Wert von 55,0. Die drittmeisten Neuinfektionen innerhalb Frankens gibt es im Augenblick im Landkreis Kitzingen. Der Corona-Wert beträgt dort gegenwärtig 46,1.

Der Landkreis Kronach belegt Rang 4 der fränkischen Inzidenz-Rangliste - hierbei ist gleichwohl anzumerken, dass der vom RKI veröffentlichte Wert von 43,5 zu niedrig ist. Grund ist offenbar eine Datenpanne. "Trotz einer Übermittlung an das LGL durch das örtliche Gesundheitsamt wurden die gestrigen acht Fälle leider nicht beim RKI berücksichtigt", berichtet das Landratsamt Kronach am Donnerstag (10. Juni 2021).

In sämtlichen anderen Städten und Landkreisen Frankens liegt die Inzidenz deutlich unterhalb der 50er-Grenze. 

Diese Städte und Landkreise weisen aktuell den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Franken auf:

  1.  Stadt Schweinfurt: 73,0
  2.  Stadt Ansbach: 55,0
  3.  Landkreis Kitzingen: 46,1 
  4.  Landkreis Kronach: 43,5 (Hinweis: Wert laut Landratsamt zu niedrig)
  5.  Stadt Nürnberg: 37,8
  6.  Stadt Hof: 32,7
  7.  Landkreis Coburg: 32,3
  8.  Stadt Würzburg: 31,3
  9.  Landkreis Miltenberg: 28,7
  10.  Stadt Schwabach: 26,8

Die von inFranken.de berücksichtigten Infektionszahlen basieren auf Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI), der zentralen biomedizinischen Forschungseinrichtung der Bundesrepublik Deutschland. Als selbstständige Bundesoberbehörde erfasst das Institut kontinuierlich die aktuelle Covid-19-Lage. Die Auswertungen des RKI beruhen wiederum auf den übermittelten Meldedaten der jeweiligen Gesundheitsämter. Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie lesen Sie in unserem Corona-Liveticker.

Rückblick zum Stand vom Update vom 09.06.2021: Landkreis Kronach auf Platz 3 der Corona-Hotspots in Deutschland

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts hat sich die Corona-Lage im Kreis Kronach etwas verbessert. Noch am Dienstag (08. Juni 2021) belegte der Landkreis mit einer Inzidenz 83,9 von  Platz 1 der Corona-Hotspots in Deutschland und Franken. Am Mittwoch (09. Juni 2021) liegt die Inzidenz des Landkreises bei 63.

Damit fällt Kronach auf Platz 3 der Corona-Hotspots in Deutschland. In Franken bleibt der Kreis dennoch Hotspot Nummer 1. Platz 2 belegt frankenweit die Stadt Schweinfurt mit einer Inzidenz von 52. Alle anderen kreisfreien Städte und Landkreise in Franken liegen bei Inzidenzen unter 50. 

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