Wie berichtet, ist die kontaktlose Abholung vorher bestellter Medien in den Büchereien ab sofort wieder erlaubt. Dankenswerterweise hatten sich unter anderem der Bayerische Bibliotheksverband, der Sankt Michaelsbund, der Bamberger Erzbischof und lesebegeisterte Politiker dafür stark gemacht, dass Bibliotheken in dieser besonderen Zeit wenigstens eingeschränkt wieder für ihre Leser arbeiten dürfen.

Und so sind nicht nur die schon genannten Büchereien Bamberg, Baunach und Hallstadt aktiv, sondern es bereiten sich gerade zahlreich die meist ehrenamtlich arbeitenden Büchereiteams darauf vor, diesen Service ihren Lesern auch anbieten zu können. Bis jetzt machen aus dem Landkreis mit die Büchereien in Baunach, Burgwindheim, Frensdorf, Gundelsheim, Hallstadt, Königsfeld, Litzendorf, Oberhaid, Stegaurach und Zapfendorf. Sie bieten ab sofort einen kontaktlosen Bestellservice an.

Die Modalitäten und Zeitfenster der Abholung sind in aller Regel auf den Homepages der Büchereien vermerkt oder können telefonisch erfragt werden. Selbstverständlich gelten bei allen die Regeln der 11. Bayerischen Infektionsschutzverordnung vom 20. Januar, nämlich über das Einhalten der Zeitfenster hinaus eine Vorbestellung der Medien (über Online-Katalog und E-Mail bzw. Whatsapp oder Telefon), das Tragen von FFP2-Masken bei der Übergabe, das Einhalten des vorgeschriebenen Mindestabstands von 1,50 Metern und das Vermeiden von Ansammlungen vor der Bücherei . Der Büchereiraum bleibt geschlossen. Alle Büchereien lassen sich online finden unter dem Suchwort " Bücherei ", verbunden mit dem jeweiligen Ortsnamen.

"Wie man sich vorstellen kann, ist die Umstellung auf den neuen Service nicht mit einem einfachen Knopfdruck zu erledigen. Der normale Ablauf muss ganz neu durchdacht, das Bibliotheksprogramm manchmal erweitert und überlegt werden, wie mit den jeweiligen Besonderheiten vor Ort jede Bücherei alle Vorgaben genauestens einhalten kann", berichtet Cornelia Kempgen, Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft der Büchereien in Stadt und Land Bamberg.

Als erstes müssen auch immer die kommunalen und/oder kirchlichen Träger kontaktiert werden. Ohne deren Einverständnis darf das Angebot nicht umgesetzt werden. Auch müssen sich unter den Mitarbeitern Menschen finden, die bereit sind, sich dieser neuerlichen Belastung auszusetzen. Und nicht zuletzt muss ein schriftlich fixiertes Hygienekonzept erstellt werden. Kempgen: "Aufgrund dieser großen Herausforderungen sind einige Büchereien noch in der Umsetzungsphase, andere können diesen Service aus unterschiedlichen Gründen definitiv nicht leisten."

Sie empfiehlt deshalb, ab und an auf die Webseiten der heimischen Büchereien zu schauen. Abschließend möchte sie noch erwähnen, dass die Büchereiteams auch während der durch die Pandemie bedingten Schließung nicht untätig gewesen seien. In allen Büchereien seien in den letzten Wochen aktuelle Medien eingepflegt worden. red