Viele Burgebracher haben auf diesen Augenblick der Wiedereröffnung ihres Hallenbades gewartet - sie nahmen die Einladung des Marktes Burgebrach zur offiziellen Eröffnung gerne an.
Erster Bürgermeister Georg Bogensperger (CSU) zeigte zu Beginn der Feierlichkeit auf, dass das Bad als Lehrschwimmbecken für die Schulen im westlichen Landkreis ein großer Gewinn sei, natürlich auch für die DLRG Burgebrach, die VHS und für die gesamte Bevölkerung.

Im Schulsanierungskonzept dabei

Im Schulsanierungskonzept hatte der Marktgemeinderat Burgebrach auch die Generalsanierung des Hallenbades mit einbezogen. Nach den Baumaßnahmen mit energetischen Verbesserungen im Schulzentrum mit Kosten in Höhe von 7,1 Millionen Euro, sanierte der Markt Burgebrach für 3,9 Millionen Euro das Hallenbad.

Mit gleich vier Heizsystemen werden die Energiekosten in Zukunft optimiert: Geothermie, Blockheizkraftwerk, Solarzellen und eine Pelletsheizung werden eingesetzt. Für den Hubboden zur Veränderung der Wassertiefe wurden 180 000 Euro investiert, für den altersgerechten Einstieg 90 000 Euro und für verschiedene Attraktionen 66 000 Euro. Das neue Edelstahlbecken kostete 250 000 Euro. Obwohl eine unvorhergesehene Betonsanierung erforderlich gewesen war, konnte die Maßnahme unter Leitung des Architekturbüros Werner Haase, Karlstadt, noch unter den veranschlagten Kosten abgeschlossen werden.

Bürgermeister Bogensperger dankte allen, die zu dem Erfolg beigetragen haben, dem Freistaat Bayern für den bereitgestellten Zuschuss in Höhe von 900 000 Euro und nicht zuletzt auch der Bevölkerung für ihre Geduld für die verzögerte Wiedereröffnung.
Landrat und Bezirkstagspräsident Günther Denzler (CSU) beglückwünschte den Markt Burgebrach zu seiner mutigen Entscheidung, eine Summe von elf Millionen Euro in die Bildung zu investieren. Mit dieser Maßnahme werde die Gemeinde der demographischen Entwicklung sowie auch der Energiewende gerecht.
Evangelischer Pfarrer Ulrich Rauh und katholischer Pfarrer Bernhard Friedmann würdigten vor der Segnung das Bad als eine Stätte der Ruhe und Erholung zum Abschalten vom Alltagsstress und zum Kräftesammeln.
Die musikalische Gestaltung übernahmen die Ebrachtaler Musikanten Burgebrach, die bis zum Knie im Wasser standen - und nicht nur die: Erster Bürgermeister Georg Bogensperger ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls ins Wasser zu steigen - wohlgemerkt aber auch nur bis zum Knie -, um einen Abschlussmarsch zu dirigieren. Im Anschluss gab er den Startschuss zum 24-Stunden-Schwimmen der DLRG Burgebrach. Anscheinend gab es für viele Sportbegeisterte großen Nachholbedarf am Schwimmen: 352 Teilnehmer erschwammen eine Strecke von 1251 Kilometer (120 Kilometer mehr als im Jahr 2010).

Die weitesten Einzelstrecken waren 33,3 Kilometer und von einem behinderten Teilnehmer 31,3 Kilometer. Die Startgebühren und Spenden dieser Aktion verwendet die DLRG Burgebrach für die Jugendarbeit.