Themen der vergangenen Jahre waren unter anderem der demographische Wandel, die Energiewende und der kulturelle Austausch.

Nun trafen sich die Bürgermeister der beteiligten Kommunen in Buttenheim zu Beratungen über die weitere Zukunft der Eurokommunale. Anlass hierfür ist die Sorge, dass die Neuausrichtung des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" (EfBB) für die Förderperiode 2014-2020 die Fortsetzung der Treffen gefährdet.

Statt Europa an konkreten praktischen Beispielen erlebbar zu machen, wolle die EU-Kommission künftig formale Ziele, wie zum Beispiel das "Europäische Geschichtsbewusstsein" oder das "Demokratische Engagement" fördern, heißt es in einer Pressemitteilung des Marktes Buttenheim.
Solche Pläne würden bedeuten, dass insbesondere kleine Kommunen aus den ländlichen Räumen den gestiegenen Anforderungen in zeitlicher, personeller und finanzieller Hinsicht nicht mehr gewachsen wären.

Konkret plane die Kommission, künftig statt einfacher Bürgerbegegnungen verstärkt komplizierte multilaterale Netzwerke zu fördern. Hieraus ergebe sich die Gefahr, dass die Netzwerke von Partnerstädten wegen der unsicheren Förderaussichten untergingen Die geplante Reform des EfBB - Programms sei praxisfern und gehe an der Lebenswirklichkeit der europäischen Bürger vorbei.

Aus diesem Grunde beschlossen die Bürgermeister der Eurokommunale bei ihrem Arbeitstreffen, jetzt in dieser Sache selbst aktiv zu werden. Sie verfassten eine Resolution, in der sie die zunehmend schlechter werdende Fördersituation kritisieren.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die Stadt Reichenbach für die Durchführung der Eurokommunale 2013 mit dem Thema "Bevölkerungsschutz" trotz zweimaliger Beantragung keine EfBB-Fördermittel erhielt. Die Veranstaltung vereinte mehrere hundert Teilnehmer aus vier europäischen Ländern zu einem Austausch über Aufbau und Organisation des Zivilschutzes.

Die gemeinsame Resolution wird nun den zuständigen EU-Abgeordneten mit der Bitte um Unterstützung übersandt. Ziel ist es, gemeinsam mit den Abgeordneten eine deutliche Verbesserung der Fördersituation zu erreichen. Insbesondere muss das Förderprogramm stärker auf die Bedürfnisse und die Leistungsfähigkeit kleiner Kommunen im ländlichen Raum zugeschnitten werden. Im nächsten Schritt werden die Mitglieder der Eurokommunale ihr Anliegen direkt bei der Europäischen Union vortragen.