Blechlawinen im Berggebiet, reichlich Gezeter um Parkplätze, Lärm und Abgase in der Innenstadt: Verkehr in Bamberg, ein Dauerbrenner. Allzu hitzig ging es bei der Bürgerversammlung am Mittwoch im Pfarrheim St. Heinrich nicht her - schließlich war es mit gerade einmal neunzig Minuten eine der kürzesten Zusammenkünfte ihrer Art -, aber das Thema Verkehr zog sich dennoch wie ein roter Faden durch den Abend.

Und die Wortmeldungen fanden durchaus Gehör. Beispiel 1: Jürgen Merz etwa beklagte die katastrophale Parkplatzsituation rund um die Uni in der Feldkirchenstraße, wo besonders Studenten verstärkt der Wildparkerei frönen würden. Merz beantrage daher, dass die Stadtverwaltung prüfen möge, inwieweit die Möglichkeit einer Ausweisung des Gebietes in ein Lizenzgebiet möglich wäre. Der Antrag wurde von der Bürgerversammlung einstimmig angenommen.

Dieter Bergmann schlug vor, an der Kreuzung Wassermannstraße/Weißenburgstraße in Fahrtrichtung Zollnerstraße einen Verkehrsspiegel anzubringen. Die Stadt versprach, dies zu prüfen. Seine Kritik an der geplanten Verlegung der oberirdischen Stromleitung im Bereich des Plärrerplatzes entlang des Berliner Ringes hingegen wies Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) entschieden zurück. Denn zum einen seien die Kosten, die laut Bergmann etwa zwölf Millionen Euro betragen sollen, nicht zutreffend, da mit einem deutlich geringeren Betrag zu rechnen sei.