Erst kürzlich hüllte der "Soroptimistinnen-Club Wilde Rose Bamberg" Kunigunde auf der Unteren Brücke in orange farbene Stoffbahnen ein. Auch die Altenburg erstrahlt seit dem 25. November bei Dunkelheit in leuchtendem Orange. Unter dem Motto "Orange the World - Nein zu Gewalt an Frauen" macht der Club auf die Verletzung der Menschenrechte von Minderheiten aufmerksam.

Auch der Bonner Künstler Dennis Josef Meseg, der Bildhauerei an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft studierte, hat sich anlässlich des "Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen" etwas einfallen lassen: Mit einem stillen Mahnmal aus 222 orangefarbenen, maskierten Frauen setzt er ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. 

Klarer Aufruf zum Beenden von Gewalt

Die Installation trägt den Titel "Broken", weil "in jedem Opfer von Gewalt etwas innerlich zerbricht – in der Seele, im Herzen oder im Glauben an die Liebe", erzählt Meseg. Ob im Krieg, in Religionen oder vor dem Gesetz: Es gebe wenige rote Fäden, die sich so zerreißfest durch die gesamte Menschheitsgeschichte ziehen wie die physische und psychische Gewalt gegen Frauen und Mädchen, betont der Künstler. 

Bei dem Kunstprojekt handelt es sich nicht nur um orangefarbene Schaufensterpuppen. Hinter dem Werk verbirgt sich ein weitaus tiefgründiger Gedanke, als es auf den ersten Blick scheint. Die Farbe Orange steht für Freiheit, Freude und Geborgenheit. Aus diesem Grund hat auch die Kampagne "Orange the World" die Farbe ausgewählt. 

Das Flatterband mit dem die Puppen umhüllt sind, ist ein Zeichen für Abgrenzung, im positiven Sinne als Schutz vor Gefahren, aber auch als Hindernis auf dem Weg zueinander. Die Puppen selbst sind eine Anlehnung an das Wort "Püppchen", mit dem Frauen oft bezeichnet werden. Damit werden sie nicht nur auf ihr Äußeres reduziert, sondern auch noch zwangsweise verhüllt oder anderweitig versteckt wie ein eifersüchtig bewachtes Stück Eigentum.

"Orange Days": noch bis zum 10. Dezember

Nachdem Meseg in Aachen, Düsseldorf und Köln gastierte, wird er am 6. Dezember von 10 bis 18 Uhr mit seinem Kunstprojekt auf dem Maxplatz in Bamberg anzutreffen sein. Dort haben interessierte Bürger die Möglichkeit mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

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Alle Besucher werden aufgefordert, sich an die allgemeinen Hygieneregeln auf dem Maxplatz zu halten. Nach Bamberg wird das stille Mahnmal zum "Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen" noch in Frankfurt, München und Berlin zu sehen sein. 

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