Gleich nach dem Verlesen des Protokolls der vorherigen Sitzung legte Gemeinderat Bernhard Milsch (FWZ) in der letzten Sitzung des Breitengüßbacher Gemeinderats in diesem Jahr sein Veto ein, weil die Zahlen der Rechnungsprüfung nicht enthalten waren. Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder (UBB) will die Zahlen ergänzen.

Da immer wieder Anfragen nach Gewerbeflächen in der Verwaltung eingehen, die Gemeinde Breitengüßbach aber über keine eigenen Flächen mehr verfügt, sollte die Aufstellung des Bebauungsplanes "Kemmerer Weg II" erfolgen, um rechtlich die landwirtschaftlichen Flächen zu sichern. Dieser Tagesordnungspunkt wurde allerdings zurückgestellt, weil die Planungsgrenzen nicht klar umrissen waren, und soll nun im Januar behandelt werden.

In einer der letzten Sitzungen war beschlossen worden, die Innensanierung des Rathauses auf einen Zeitpunkt zu verschieben, wenn der ICE-Ausbau abgeschlossen sein wird. Im Zuge der Innensanierung sollten auch die Brandvorschriften entsprechend berücksichtigt werden.

Nach einer Besprechung im Rathaus hat das Landratsamt Mitte Oktober mitgeteilt, dass die Personenrettung im zweiten Obergeschoss durch das offene Treppenhaus im Brandfall nicht gewährleistet werden kann. Nun müssen bis spätestens Ende Januar 2014 in allen Geschossen auf beiden Seiten des Flures zum Treppenhaus Rauchschutztüren eingebaut werden, die im Brandfall selbständig schließen. Damit wird das Treppenhaus rauchfrei gehalten. Zusätzlich müssen noch vernetzte Gefahrenmelder in jedem Raum installiert werden. Architekt Christian Eichler informierte über das Konzept. Nicht ganz glücklich waren die Räte, dass nunmehr für diese Maßnahmen beinahe 80.000 Euro ausgegeben werden sollen, die dann bei der späteren Sanierung zum größten Teil wieder hinfällig werden. Gemeinderat Gerhard Fleischmann (FWU) schlug vor, die Zwischenlösung möglichst lange beizubehalten, dann würde sie sich auszahlen. Schließlich wurde die vorgestellte Brandschutzplanung mit einer Gegenstimme genehmigt.

Diskussionsfreudig zeigte sich das Gremium auch beim nächsten Tagesordnungspunkt, bei dem es um eine etwa 160 Quadratmeter große Überdachung im Bauhof ging. Obwohl dieses Vorhaben bereits im Bauausschuss besprochen und abgelehnt wurde und auch der Beschlussvorschlag der Verwaltung vorsah, die Ausschreibungen dafür zurzeit nicht vorzunehmen, wird die Überdachung mit Kosten in Höhe von etwa 50.000 Euro nun trotzdem ausgeschrieben. Mit acht zu sieben Stimmen wurde der Vorschlag der Verwaltung abgelehnt.

Zum Schluss stellte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder (UBB) das zu Ende gehende Jahr 2013 in einem kurzen Rückblick dar. Wesentliche Punkte waren der Bürgermeisterwechsel und die Einwendungen gegen das ICE-Projekt. Anschließend stellte sie die Maßnahmen für das kommende Jahr vor, die in Angriff genommen werden sollen: die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, die Brücke über den Güßbach, die Kanalsanierung und die Entscheidung über den Fortbestand der Kläranlage.