Um 1:30 Uhr wurden die Anwohner in Großgressingen (Markt Ebrach) durch laute Knallgeräusche aus ihrem Schlaf aufgeschreckt. Beim Blick aus dem Fenster sahen sie bereits hohe Flammen aus einer angrenzenden Scheune schlagen, in der unter anderem ein großer Gastank untergebracht war. Nach den ersten Notrufen rückte die Feuerwehr mit über 150 Kräften in die kleine Ortschaft aus.

Große Probleme bereitete ihnen bereits auf der Anfahrt der dichte Schneefall, der ein Vorankommen für die schweren Feuerwehrwagen auf den vereisten Straßen erschwerte. Auch an der Einsatzstelle musste diese zunächst großflächig mit Salz abgestreut werden, damit alle Fahrzeuge vorrücken konnten.

Mittels massiven Wassereinsatzes gelang es den Feuerwehrmännern dennoch, die Flammen unter Kontrolle und ein Übergreifen auf ein angrenzendes Wohnhaus sowie eine Garage zu verhindern. Trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehrleute konnten diese nicht mehr verhindern, dass das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder brannte. Auch das darin gelagerte Brennholz, kleinere Arbeitsmaschinen sowie ein Autoanhänger wurden ein Raub der Flammen.

Ein Bewohner erlitt einen Schock und musste vom Rettungsdienst betreut werden. Die Feuerwehr schätzt den entstandenen Schaden laut ersten Angaben auf 100.000 Euro.

Die Kriminalpolizei Bamberg hat die Ermittlungen zur noch unklaren Brandursache aufgenommen und bittet um Mithilfe:

- Wer hat im Zeitraum von Mitternacht bis etwa 1.30 Uhr Wahrnehmungen im Bereich der St.-Rochus-Straße gemacht?
- Wer kann sonst Angaben machen, die im Zusammenhang mit dem Brand stehen könnten?

Hinweise nimmt die Kripo Bamberg unter der Tel.-Nr. 0951/9129-491 entgegen.
red/pol