Glück hatten die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Bischberg, dass ihnen die Decke der Turnhalle nicht irgendwann auf den Kopf gefallen ist.

Denn im Zuge der Flachdachsanierung der Turnhalle wurde, wie berichtet, festgestellt, dass die Tragkonstruktion und die Deckenplatten nicht fachgerecht befestigt waren und sogar Wasser durch das korrodierte und massiv beschädigte Trapezblech in die Zwischendecke eindrang. So musste die Nutzung der Turnhalle vor mehreren Wochen umgehend eingestellt werden.

Architekt Christian Eichler berichtete nun im Gemeinderat über die kommenden Schritte für die Sanierung der Decke. Die Turnhalle erhielt bereits als Sofortmaßnahme einen neuen Dachstuhl und nun soll die darunter liegende Decke mit neuer Dämmung und verbesserter Akustik erneuert werden. Die nun außerplanmäßigen Schätzkosten für die neue Hallendecke betragen laut Eichler einschließlich Nebenkosten rund 150 000 Euro. Bürgermeister Michael Dütsch (BI) sah in dieser notwendigen Sanierung auch etwas Positives. Durch die umfangreiche Teilsanierung, die in der Gesamtsumme rund eine Million Euro kosten wird, werde die Schule aufgewertet.

Der Gemeinderat stimmte der Einstellung von 150 000 Euro mit 21:0 Stimmen in den Haushalt 2021 zu. Bis der Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann, wird es wohl, so Dütsch, noch bis März/April dauern. Ein erster großer Schritt wurde, so teilte der Bürgermeister mit, auch bezüglich der Generalsanierung des Hallenbades, gemacht.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die Demontagearbeiten der vorhandenen Hallenbadtechnik an eine Kronacher Spezialfirma zu vergeben. Allein dieser Schritt wird knapp 190 000 Euro brutto kosten. Bürgermeister und Gemeinderat hoffen mit allen Bischberger Badefreunden Ende 2022 wieder ins wohltemperierte Naß eintauchen zu können.

Der Erhalt und die fortwährende Überprüfung der Kanäle in Bischberg ist eine der Pflichtaufgaben der Gemeinde. Deshalb beschloss der Gemeinderat die Vergabe der Kanalinspektion des westlichen Ortsteils und der Hauptstraße an die mindestbietende Firma, die für 175 000 Euro insgesamt 13 Kilometer Regenwasser- und Schmutzwasserkanäle untersuchen wird. Ohne gravierende Beanstandungen erfolgte die örtliche Rechnungsprüfung 2019. Im letzten Jahr verabschiedete der Gemeinderat einen Gesamthaushalt von 16 206 000 Euro Eine solide Haushaltsführung wurde durch eine Pro-Kopf-Verschuldung von 46 Euro dokumentiert.

Hallenbad bleibt Thema

In seinem Jahresrückblick ließ Dütsch größere Maßnahmen Revue passieren, wie den Vollausbau der Pelzerstraße und des Hubertuswegs in Trosdorf.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Tütschengereuth steht kurz vor der Fertigstellung, die drei Hauptdächer der Mittelschule wurden samt Hausmeisterhaus saniert und für die Grund- und Mittelschule wurden im Rahmen der Digitalisierungoffensive des Freistaats 64 mobile Endgeräte angeschafft. Schwerpunkte im nächsten Jahr sollen die Dorferneuerung Tütschengereuth, die Generalsanierung des Hallenbades, die Erneuerung des Spielplatzes Gartenstraße in Trosdorf oder der Bau der vierten Kindentageseinrichteung St. Matthäus sein.