Ihren ersten "Härtetest" hat die neue Kanutreppe in Bischberg gestern mit Bravour bestanden: Gleich sechs Kanuten des Bamberger Faltbootclubs holten hier ihre Boote von unterschiedlicher Größe mühelos aus dem Wasser und auch die Wasserschutzpolizei legte mit ihrer "Babenberg" neben der Treppe an. Und dies alles vor den "strengen" Augen von Bischbergs Bürgermeister Johann Pfister und Landrat Günther Denzler, die zusammen mit weiteren Gästen die Treppe offiziell ihrer Bestimmung übergaben.

"Obgleich, wie das jüngste Sommerhochwasser gezeigt hat, Flüsse für die Menschen auch ein Fluch sein können, zieht Wasser uns doch irgendwie magisch an", sagte der Landrat. Ganz besonders Kanu- und Sportbootfahrer würden regelmäßig in dessen Bann gezogen. Die neue Kanutreppe laden nun alle ein, die Regnitz und den Main vom Wasser aus neu zu erkunden.

Zugleich, so Denzler weiter, ist die neue Treppe auch der Startpunkt des "Gelbe Welle"-Wasserwanderwegs Main, der inzwischen von Aschaffenburg bis nach Bamberg und Lichtenfels reiche. "Der Wasserwanderweg soll ins Bewusstsein rufen, dass Flüsse mehr sind als nur Schiffsautobahnen und Abwasserkanäle. Sie sind vielmehr eine Lebensader für Mensch und Natur", unterstrich der Landrat.

Auch Bischbergs Bürgermeister freute sich über die neue Kanutreppe, die schließlich mehr sei als nur ein Ein- und Ausstieg für Boote. "Hier können auch mal Jugendliche die Füße ins Wasser baumeln lassen und die Sonne genießen", schilderte er. Allerdings, so bemängelte Pfister, hätte er die Treppe anders gebaut. Anstelle der Bretter in der Mitte hätte man besser Rollen eingebaut, so hätte man die Boote noch leichter ins Wasser lassen beziehungsweise herausholen können. "Wenn wir aber in zwanzig Jahren die Treppe sanieren, werden wir die Rollen einbauen", versprach er.

Neben der Kanutreppe befindet sich eine Informationstafel, die für Wassertouristen bereits von weitem sichtbar ist. Sie markiert die Anlegestelle und gibt darüber hinaus Auskunft über die örtliche Infrastruktur und signalisiert ein "Herzliches Willkommen!".

Am 12. und 13. Juli wird der Wasserweg und seine einheitliche Beschilderung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. An den beiden Aktionstagen bieten Kommunen zwischen Bamberg und Aschaffenburg ein buntes Programm, dass von Schnupperpaddeln über Bootsrennen bis hin zu Rundfahrten mit Motorjachten reicht.