Es ist zwar immer noch eine Minderheit. Doch immer mehr Menschen sind angesichts von Umwelt-Katastrophen und katastrophalen Arbeitsbedingungen bereit, ihr Kaufverhalten zu ändern. Und die Unternehmen reagieren natürlich in Zeiten, in denen die Umweltaktivisten von Fridays for Future als Werbe-Zielgruppe in Sozialen Medien zu finden sind.

 

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Ob es dabei um Moral, Gewissen oder Marktsegmente geht, ist im Prinzip unerheblich: Es ist eine dringend nötige Entwicklung. Doch machen wir uns bei allem Respekt für nachhaltige Produzenten nichts vor: Eine kleine, meist teure Auswahl an Gutfühl-Gütern wird nicht für die nötige Kehrtwende reichen.

Wollen wir wirklich etwas ändern, müssen wir nicht nur bewusster konsumieren, sondern auch bewusst weniger. Denn noch besser als ein E-Auto ist nun mal gar keins. Oder vorhandene Geräte zu reparieren, Kleidung zu nähen, statt wegzuschmeißen.

Natürlich gibt es Umstände, unter denen man nicht auf ein Auto verzichten kann. Natürlich darf man sich mal einen Luxus gönnen. Natürlich kann sich nicht jeder ein 30-Euro-Bio-Steak leisten. Hier ist der Gesetzgeber gefragt, nötige Rahmenbedingungen zu schaffen - und zwar jetzt und nicht ab St. Nimmerlein. Für nachhaltiges Wirtschaften, gut ausgebauten Nahverkehr sowie eine faire Verteilung, damit alle sich bewussten Konsum leisten können.

"Es gäbe genug Geld, genug Arbeit, genug zu essen, wenn wir die Reichtümer richtig verteilen würden, statt uns zu Sklaven starrer Wirtschaftsdoktrinen zu machen." Das schrieb kein Marxist, sondern der Wissenschaftler Albert Einstein .