"Die Haushaltslage der Stadt Baunach ist gut bis sehr gut", stellte Kämmerer Markus Diller in der Sitzung des Baunacher Stadtrates bei der Beratung des Haushaltsplanes 2013 fest. Dies sei umso bemerkenswerter angesichts der Tatsache, dass Baunach in den letzten Jahren erheblich in das Bürgerhaus Lechnerbräu investiert habe, das am vergangenen Wochenende offiziell eingeweiht wurde, pflichtete Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) bei.

Äußerst erfreulich sei, dass der Haushalt 2013 ohne Neuverschuldung auskomme, hob der Kämmerer hervor, übrigens bereits das dritte Jahr in Folge. Weitere Darlehen sind auch in den Finanzplanungsjahren bis 2016 nicht vorgesehen.

Bei der Gewerbesteuer habe die Stadt Baunach im Jahr 2012 mit mehr als drei Millionen Euro eine Rekordeinnahme verzeichnet. Im Vergleich zu 2011 habe sich das Gewerbesteueraufkommen verdoppelt. In diesem Jahr sei mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2,4 Millionen Euro zu rechnen, Indiz für eine gute Auftrags- und Wirtschaftslage der Baunacher Gewerbetreibenden, erklärte der Kämmerer.

Die gute Haushaltslage weckte natürlich bei den Ratsmitgliedern Begehrlichkeiten. So beantragte Reinhold Schweda (CSU) erneut den Bau einer öffentlichen Toilettenanlage, die doch gut in das Bild des neu renovierten Rathauses passe. Bürgermeister Hojer widerstrebte es zwar, soviel Geld für eine solche Anlage zu investieren, beugte sich aber letztlich dem einstimmigen Beschluss des Rates, 100 000 Euro hierfür in den Haushalt einzustellen. Peter Großkopf beantragte, für das nächste Jahr Mittel für Ausbaumaßnahmen zum Hochwasserschutz und für Pflegemaßnahmen einzustellen. Zuvor müsse hier, so Hojer, jedoch die Frage der Zuständigkeit geklärt werden.

Rund 350 000 Euro könnte die Gemeinde die Errichtung einer weiteren Kinderkrippengruppe im Awo-Kinderhaus St. Magdalena kosten, deren Planung Awo-Geschäftsführer Werner Dippold und Architekt Baptist Steller vorstellten. Die Kosten für eine große Lösung mit Dachterrasse und Gartenumgestaltung würden 677 000 Euro betragen, die Fördermittel 317 000 Euro, der Eigenanteil der Gemeinde also 350 000 Euro. Bei unzureichender Auslastung in ferner Zukunft könnte man das Ganze zu einem Mehrgenerationenhaus umfunktionieren. So wollen die AWO-Verantwortlichen auch den Bau eines Aufzuges planerisch mit einarbeiten. "Wir können uns den An- und Unbau auf jeden Fall leisten", stellte Hojer fest. Mit nur einer Gegenstimme entschied sich der Stadtrat für die Lösung mit Dachterrasse, allerdings ohne Gartenumgestaltung, und beauftragte die Awo mit der Umsetzung.

Neu festgelegt wurde auch die Höhe der Förderung der Jugendarbeit in den Vereinen. Seit 2008 waren hier 2000 Euro eingeplant, in diesem Jahr wurde der Betrag auf 2500 Euro erhöht.

Ausgewählte Zahlen: