Vier talentierte Jungbasketballer aus Namibia waren für fast zwei Wochen zu Gast in Bamberg und Umgebung. Sie nahmen am "Cybex Summercamp" der Brose Baskets teil und besuchten unter anderem den "Supercup" der Basketballnationalmannschaft in der Stechert Arena.
Victoria, Nina, Michael und Eino gehen gemeinsam auf die "Basketball Artist School" (BAS) in Namibias Hauptstadt Windhoek. Die Schule wurde im Jahr 2010 ins Leben gerufen und vom Diplom-Pädagogen Frank Albin, der seit mehreren Jahren in Namibia lebt, betreut. Unter anderem unterstützt der Deutsche Olympische Sportbund und der Deutsche Basketball Bund die BAS. Dort kümmert man sich um talentierte Kinder und bietet ihnen, neben kostenfreiem Basketballtraining, auch Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe sowie täglich ein Mittagessen. Die Basketballschule verfügt über ein Klassenzimmer, in dem die Kinder lernen können. Trainiert wird auf einem eigenen Court, der in Namibia,wo die Sonne fast jeden Tag scheint, ein Freiplatz ist. "Education first, Basketball second": Das ist die oberste Regel der Einrichtung. Nur wer in der Schule gute Leistungen erzielt, darf in der BAS bleiben und Basketball spielen. Die Jugendlichen aus Namibia wurden mit dem Besuch in Deutschland für ihre hervorragenden Schulnoten belohnt.

Ermöglicht wurde die Reise der Vier unter anderem durch das Engagement des ehemaligen Brose-Baskets-Teamarztes Markus Schneider. Dieser ist selbst ein großer Namibia-Fan und bereist das Land im südlichen Afrika mit seiner Familie regelmäßig. Der Arzt kümmerte sich im Vorfeld um die Akquise zahlreicher Spender und Sponsoren. Zudem beherbergte er die namibischen Jugendlichen für einige Tage bei sich zu Hause in Bischberg.
Neben dem Basketballcamp standen auch Ausflüge ins Freizeitland Geiselwind auf dem Programm. Außerdem zeigten die Gäste den anderen Campteilnehmern einige Kunststücke aus ihrer eigenen Basketballshow.
Inzwischen sind Victoria, Nina, Michael und Eino schon wieder abgereist. Aber traurig sein müssen die vier nicht, denn ihre Reise geht weiter nach Wuppertal und Freiburg.Noch bis zum 22. August werden die Jugendlichen in Deutschland sein, ehe sie dann wieder zurück in ihre Heimat fliegen. Air Namibia übernahm die Hälfte der Flugkosten, für die andere Hälfte kamen die Brose Baskets und diverse Spender auf, Adidas spendierte Schuhe und Basketballequipment, die Firma Schauer stellte Schlafsäcke und Isomatten für den Campaufenthalt und der Handy shop aus Ebelsbach versorgte die BAS-Kids mit Mobiltelefonen.



Und wie hat es den jungen Afrikanern gefallen? "Wir waren richtig begeistert wie grün hier alles ist", erzählte Nina. Auch die Bevölkerungsdichte beeindruckte das Quartett. Denn in Namibia kämen gerade mal zwei Bewohner auf einen Quadratkilometer. In Deutschland hingegen sind es 250 Menschen pro Quadratmeter. Eine neue Entdeckung haben die Vier auch noch gemacht: McDonalds, den es in ihrer Heimat nicht gibt. Neben frischem Obst, zählen jetzt auch Pommes Frites zu den Lieblingsspeisen der sportlichen Jugendlichen. "Es hat uns hier sehr gut gefallen und wir haben zahlreiche Freundschaften geschlossen, mit denen wir sicherlich über Facebook im Kontakt bleiben werden", blickt die 13-jährige Nina auf die Tage in Bamberg zurück.