Bamberg
Welterbe

Barocke Martinskirche ist ein Sanierungsfall

Die barocke St. Martinskirche in der Bamberger Fußgängerzone steht nicht mehr sicher: Die Fassade neigt sich leicht nach außen, die tragenden Wände des Kirchenschiffs weichen aus. Die Kirchenstiftung schlägt Alarm. Es droht aller Voraussicht nach eine Generalsanierung, die nach einer ersten Grobschätzung 5 bis 10 Millionen Euro kostet.
Die Martinskirche in der Bamberger Fußgängerzone ist seit 19. April wegen Bauschäden geschlossen.    Fotos: Barbara  Herbst, Archiv Ronald  Rinklef
Die Martinskirche in der Bamberger Fußgängerzone ist seit 19. April wegen Bauschäden geschlossen. Fotos: Barbara Herbst, Archiv Ronald Rinklef
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St. Martin am Grünen Markt, von 1686 bis 1693 im Auftrag der Jesuiten erbaut, ist die einzige barocke Kirche im Weltkulturerbe Bamberg. Und sie ist in akuter Gefahr. Ein Statiker-Gutachten, das wegen aufgetretener Bauschäden in Auftrag gegeben worden war, bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Das barocke Gotteshaus muss von Grund auf saniert werden.
Sein Zustand ist heute schon so bedenklich, dass die Innenstadt- und Pfarrkirche von rund 6000 Katholiken wohl auf Jahre geschlossen bleiben wird.
Die Ursachen der Schäden scheinen von konstruktiven Fehlern herzurühren, die die barocken Baumeister vor über 300 Jahren gemacht haben.

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