Es sind keine dunklen Gassen in der Stadt, keine Ausfallstraßen und Großparkplätze von zweifelhaftem Ruf, sondern ganz normale Wohngebiete. Am Abend hat der Autobesitzer sein Fahrzeug noch guten Gewissens abgestellt, meist vor dem Haus oder der Wohnung. Am Morgen danach ist der Schock groß, wenn der fahrbare Untersatz spurlos verschwunden ist. Als wäre er nie da gewesen.

Diese Erfahrung haben am Montag zwei Autobesitzer im Bamberg machen müssen. Mitten im Haingebiet in der Ottostraße und in der Adolf-Kolping-Straße in der Wunderburg hatten unbekannte Autoknacker zugeschlagen. Zwei VW-Golf waren die Beute. Wert laut Polizei rund 23 000 Euro.

Der Fall der beiden gestohlenen VW Golf ist keine Seltenheit mehr. Immer wieder verschwanden im letzten halben Jahr in Bamberg und im Landkreis Bamberg Fahrzeuge auf Nimmerwiedersehen.

Auch in den Stadtrandgemeinden kann man sich nicht mehr sicher sein, von Autoknackern verschont zu bleiben. Beispiel Stockackerstraße in Gundelsheim. Hier klauten unbekannte Täter am 10. Januar einen 45 000 Euro teueren BMW Kombi. Oder der Nordwesten: Mitte Dezember gerieten der geruhsame Bischberger Pfarrer-Deinhart-Platz und die Straße Seebachmarter in Gaustadt wegen zweier gestohlener Audi A 6 in die Schlagzeilen - Adressen, die von derartigen Formen der Kriminalität bisher nicht berührt waren.

Auffällig: Auch Autodiebe schätzen offenbar preisgekrönte Fahrzeugtypen wie den Audi A 6, der 2011 Auto des Jahres bei "Bild.de" geworden war: Das mussten auch jene Besitzer dieses Wagentyps schmerzhaft erfahren, die ihren A 6 am 1. Dezember in der Pödeldorfer und in der Schildstraße in Bamberg abgestellt hatten. Von den Wagen fehlte am Morgen jede Spur.

Mehr über die Hintergründe der Autodiebstähle erfahren Sie am Mittwoch im Fränkischen Tag.