Mit 199 Kindern und Jugendlichen ist der oberfränkische Regionalentscheid "Jugend forscht / Schüler experimentieren" mit insgesamt 126 Arbeiten wieder der größte in Bayern. "Schüler experimentieren" ist die Juniorsparte von "Jugend forscht", der ab 15 Jahre ist. Das Franz-Ludwig-Gymnasium hatte in beiden Sparten zusammen insgesamt fünf Arbeiten eingereicht und konnte vier Preise erzielen.

Achtung, hier fließt Strom

Jakob Bickel und Johanna Klug (beide 5. Klasse, elf Jahre) erzielten die beste Platzierung im Fachbereich Physik, den 2. Preis, mit ihren Untersuchungen der "Physikalischen Eigenschaften von stromleitender Knete". Die Schüler haben mit Haushaltsmitteln eigenständig Knetmasse hergestellt und deren Leitfähigkeit unter Druck und Temperatureinfluss gemessen. Mit dieser Knete könnte auch ein Physiklehrer im Anfangsunterricht leicht einen Stromkreis legen lassen und Schalter mit Leuchtdioden verbauen lassen. Ein erster Platz wurde dieses Jahr in diesem Fachbereich nicht vergeben.

Lebt da draußen jemand?!

Youri Dusek (6. Klasse, zwölf Jahre) baute ein Modell vom Weltall und beschäftigte sich mit den Exoplaneten. Er ging der spannenden Frage nach, welcher dieser Exoplaneten am besten für Lebewesen geeignet wäre, das heißt ob die Temperatur passend ist und Wasser sowie Atmosphäre vorhanden sind. Er überzeugte die Jury und gewann den 3. Preis im Fachbereich "Geo- und Raumwissenschaften".

Bloß nicht ins Schwitzen kommen

In der Arbeitswelt untersuchten Emilia Bär und Laura Miske (beide 8. Klasse) den UV-Schutz von Kleidungsstücken. Mit Hilfe eines digitalen Sensors und Messwerterfassung konnten sie feststellen, dass "teuer" in Sachen UV-Schutz nicht immer "gut" ist. Zudem überprüften die Forscherinnen, unter welcher Kleidung man mehr schwitzt, indem zusätzlich ein Feuchtigkeitssensor zum Einsatz kam, der gleichzeitig die Temperatur erfasst.

Wo entweicht Wärme?

Bei den älteren Schülern (ab 15 Jahre) gewann Ralf Schmitt (18 Jahre) den Sonderpreis "Umwelttechnik" in der Arbeitswelt bei Jugend forscht. Sein Thema "Energetische Aufbereitung öffentlicher Gebäude am Beispiel des Franz-Ludwig-Gymnasiums" trifft den Puls der Zeit. Mit Hilfe einer professionellen Wärmebildkamera wurde der Altbau mit dem Neubau des Franz-Ludwig-Gymnasiums verglichen und eigenständige Versuche zur Wärmedämmzahl und dem Flammschutz verschiedener Materialien durchgeführt.

Achtung, Feinstaub!

Im Fachbereich Mathematik / Informatik schrieb Leopold Gierz (18 Jahre) ein eigenständiges Computerprogramm zur Warnung vor Feinstaubbelastung bei Überschreitung gewisser Grenzwerte. Diese Warnung bezieht alle öffentlich zugänglichen Sensordaten ein, vergleicht den Standort mit dem des Benutzers und gibt ihm eine zielgenaue Warnung auf das Handy. Leopold erzielte den 3. Preis in seinem Fachbereich.

Die Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz: "Kreativität und Qualität der Arbeiten unserer oberfränkischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren in diesem Jahr wieder sehr hoch. Gerade die Siegerprojekte sind am Puls der Zeit und bestechen durch große Innovation und gekonntes wissenschaftliches Arbeiten. Von den jungen Forscherinnen und Forschern können wir noch etwas lernen."

Diesen Artikel hat Stefan Gärtig vom Franz-Ludwig-Gymnasium in Bamberg verfasst.