Nichts knackt. Die Schaltung funktioniert im wahrsten Sinne des Wortes "reibungslos": Innen befindet sich eine Kugel, die man nach Belieben hoch oder runter drehen kann. Das Radfahren wird dadurch deutlich bequemer. Und ganz ohne Zahlen kommt die stufenlose Nabenschaltung aus: Man stellt den Gang einfach nach Gefühl ein.
"Solche Schaltungen gibt es schon länger", erklärt Christian Karge vom Bamberger "radladen". "Das hier ist die zweite Generation. Die erste war nicht richtig ausgearbeitet, es hat überall geknackst." Nun läuft es besser. Außerdem ist das Rad mit ergonomischen Lenkern ausgestattet, die extra an die Form der Hände angepasst und somit angenehmer zu greifen sind.

Voll im Trend liegen auch die so genannten E-Bikes, also Fahrräder, die durch einen Elektroantrieb unterstützt werden. "Wenn man zum Beispiel am Berg wohnt, kommt man damit leichter hoch", erklärt Karge. "Man ist mobiler, das Radfahren fällt leichter. Wer einen stressigen Job hat, kann beim E-Bike-Fahren abschalten. Es ist auch eine Vorbeugungsmaßnahme gegen viele Krankheiten." Und man gerate beim Radfahren nicht so leicht ins Schwitzen. E-Bikes, erklärt Christian Karge, würden von allen Altersgruppen genutzt, nicht nur von Älteren.
Auch am Stand des Radladens "Bonanza" gibt es Elektrofahrräder, ebenso wie unterschiedlichste Rennräder, Mountainbikes, Schlösser, Pflegematerial oder ein zusammenklappbares "Jango Flik V8". Man kann den Lenker nach hinten, den Sattel nach vorne einklappen und das Hinterrad nach vorne schieben. So nimmt das Faltrad nur halb so viel Platz in Anspruch und lässt sich auch leicht tragen.


Kinderleicht zu tragen


Auch der 14-jährige Jonathan Wimer, der beim Stand von Bonanza mithilft, kann es mühelos hochheben. "Ich selber hab' ein Mountainbike und ein Rennrad", erzählt er. Meistens fährt er mit dem Fahrrad in die Schule, nimmt gerne an Radtouren teil und fährt in zwei Wochen auch beim "Fränkische Schweiz Rad-Marathon" in Litzendorf mit.

Leider macht das Wetter diesmal nicht so richtig mit bei der vierten Bamberger Fahrradmesse, zu der Stadt, Stadtmarketing und Radio Bamberg geladen hatten: Es regnet fast den ganzen Samstag lang. Doch trotzdem haben viele Fahrradfreunde den Weg zum Maxplatz gefunden, nehmen an der Fahrradversteigerung teil, lassen sich an den zahlreichen Ständen beraten oder nutzen die große freigelassene Fläche in der Mitte des Platzes, um Räder auszuprobieren.

So auch Franziska Martin. "Ich suche ein alltagstaugliches Fahrrad", erzählt sie. "Zuerst schaue ich auf's Design, aber es ist mir zum Beispiel auch wichtig, dass es gute Bremsen hat. Ich finde die Beratung hier bei der Messe sehr gut. Im Laden haben die Verkäufer meistens nicht so viel Zeit." Momentan probiert sie ein türkises Mountainbike ohne Schutzblech aus. Sie sagt, dass das Zweirad nur zufällig farblich sehr gut zu ihrem Pullover passt.
"Frauen treffen ihre Auswahl anders als Männer", meint Paul Schlesinger, Franziska Martins Vater. "Sie achten zuerst darauf, wie das Rad aussieht. Männern geht es eher um praktische Dinge, also: Wie fährt es sich damit?"
Schlesinger selbst sieht sich nach einem E-Bike um: "Ich mache gerne Radtouren, auch auf steile Berge. Und in meinem Alter tue ich mich da mit einem E-Bike leichter. Ich habe es schon öfter ausprobiert, es macht wirklich Spaß. Aber ich bin noch auf der Suche nach dem idealen Modell." Gut möglich, dass er bei einem der rund 30 Aussteller auf der Messe fündig wurde.