Bamberg
Absage

Wegen Corona: Einer der Höhepunkte des Bamberger Faschings fällt aus

Wegen der Corona-Pandemie muss für 2021 die Traditionsveranstaltung im Ziegelbau in Bamberg abgesagt werden. Damit fällt nicht nur ein Glanzlicht des Bamberger Faschings aus, sondern auch eine wichtige Einnahmequelle für das Rote Kreuz. Doch es soll ein Alternativprogramm für alle Faschingsbegeisterten geben.
 
Beim Rosenmontagsball in Bamberg - 2021 wird er nicht wie gewohnt stattfinden
Faschings-Frohsinn ohne Abstand wie beim BRK-Rosenmontagsball 2020 wird in dieser Saison nicht möglich sein - doch wollen sich die Verantwortlichen ein "attraktives Alternativprogramm" einfallen lassen. Foto: Ronald Rinklef/Archiv

Erst zum zweiten Mal in seiner mehr als 70-jährigen Geschichte muss der Bamberger BRK-Rosenmontagsball im Ziegelbau abgesagt werden. Dieser eigentlich für 15. Februar 2021 angesetzte Höhepunkt der Faschingssaison fällt ebenso der Corona-Pandemie zum Opfer wie die Eröffnung der Saison mit Mottobekanntgabe zum 11. November.

"Der Entscheid ist uns allen sehr schwergefallen, da ja gerade der Rosenmontagsball eine ganz wichtige finanzielle Einnahmequelle für das Rote Kreuz in Bamberg darstellt", erklärt dazu Pius Schiele, der Vorsitzende des BRK-Elferrates. Der Rosenmontagsball ist längst weit über die Grenzen Bambergs hinaus bekannt, nicht nur für alle tanz- und verkleidungsfreudigen Faschingsnarren fiebern diesem Termin entgegen.

Rosenmontagsball in Bamberg wegen Corona-Pandemie abgesagt: Wichtige Einnahmequelle für BRK fällt weg

Zugleich gilt der Ball als größte Wohltätigkeitsveranstaltung in Franken, für die sich sonst rund 100 Ehrenamtliche "Rotkreuzler" von den verschiedenen BRK-Bereitschaften, vom der BRK-Wasserwacht, vom BRK-Jugendrotkreuz, von der BRK-Bergwacht und vom BRK-Elferrat immer mächtig ins Zeug legen. Doch in einem Jahr wie diesem waren sich Präsident Schiele und alle BRK-Elferräte darin einig, dass coronabedingt kein Weg an einer Absage vorbeiführt: "Eine Faschingsveranstaltung mit 1500 Gästen ist in der derzeitigen Situation einfach nicht zu machen."

Und so steht das Bayerische Rote Kreuz in diesem Jahr vor einer schwierigen Sondersituation. Denn einerseits sind die Helfer seit Monaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stark gefordert. Zugleich brechen aber Einnahmen von entfallenen Großveranstaltungen wie Bamberg zaubert, Blues und Jazzfestival oder Sandkerwa sowie von entfallenen Ausbildungskursen weg.

Dadurch sind dem Roten Kreuz im Kreisverband Bamberg bereits jetzt Einnahmen von mehr als 150.000 Euro verloren gegangen.

Ersatz für Faschingsball: Tombola am Grünen Markt

Weil nun auch noch der wichtige Erlös des Rosenmontagsballes wegfällt, will der BRK-Elferrat über andere Aktionen Geld und Spenden hereinholen "und über ein attraktives Alternativprogramm die Bamberger trotzdem bei Faschingslaune halten". Startschuss dieser besonderen Aktionen soll pünktlich zum Faschingsbeginn am Mittwoch, 11. November, um 11.11 Uhr sein.

"Es werden Persönlichkeiten, Künstler, Sportler und Handel von Bamberg in diese Aktionen mit eingebunden. Diese werden wöchentlich stattfinden. Mehr können wir heute noch nicht verraten", erklärt dazu Pius Schiele.

Die traditionelle und beliebte Tombola des BRK-Rosenmontagsballs wird in die Bamberger Fußgängerzone verlegt: Sie findet am Faschingssamstag, den 13. Februar 2021, vor dem Kaufhaus Karstadt statt. Dabei darf dann auch der "Nieten-Hauptpreis" nicht fehlen. "Schon 1991, als der Rosenmontagsball wegen des Golfkonflikts abgesagt wurde, fand die Tombola vor dem damaligen Kaufhaus Hertie statt", erinnert sich Klaus Otto. "Trotz dichten Schneetreibens waren die Lose in drei Stunden ausverkauft, das würden wir uns wieder wünschen."

Gerade in diesem Jahr sei das Bamberger BRK auch auf Bar-, Sach- und Gutscheinspenden angewiesen. Entsprechend bittet der BRK-Elferrat "herzlich um wohlwollende großzügige Unterstützung". Und blickt zugleich schon optimistisch nach vorn, auf den nächsten BRK-Rosenmontagsball am 28. Februar des Jahres 2022.