"Das Wetter ist super. Wir hatten so lange keinen richtigen Sommer mehr, da muss man jeden sonnigen Tag nutzen. Am besten im Schwimmbad." Karin Dunger ist Stammgast im Stadionbad und verbringt ihre Freizeit am liebsten im Freibad. Die Hitze macht ihr nichts aus. "Viel Wasser innerlich und äußerlich, also viel trinken und viel schwimmen", ist ihr Rat bei den Rekordtemperaturen. Und auch Stephanie Planer und ihre Nichte Chiara Sophie finden das heiße Wetter gut. "Im Schatten ist es im Schwimmbad optimal", meint Karin Planer. "Chiara hat Sommerferien und hat sich heute den Besuch im Freibad gewünscht."

Für die einen bedeutet das heiße Wetter Entspannung pur, für die anderen viel Stress: Das Personal der Bamberger Bäder muss bei den heißen Temperaturen dem Ansturm der Badegäste standhalten und den Überblick bewahren. Allein am Sonntag strömten über 3400 Gäste in das Stadionbad, das Freibad Gaustadt zählte rund 1800 und die Hainbadestelle knapp über 1300 Besucher. Damit war das vergangene Wochenende das Highlight der bisherigen Badesaison. Mehr Badegäste wurden zuletzt nur am 10. Juli 2010 verzeichnet.

Die Bilanz der bisherigen Saison ist eher unterdurchschnittlich. Grund dafür sei das "durchwachsene" Wetter im Juni und Juli, heißt es bei den Stadtwerken. Die Bamberger Bäder reagieren auf die Hitze mit der Einstellung von mehr Personal. Aushilfskräfte auf 400-Euro-Basis unterstützen die Stammbelegschaft. "Damit können Personalschwankungen in der Urlaubszeit sehr gut ausgeglichen werden", versichert Jan Giersberg, Pressesprecher der Stadtwerke Bamberg.

Das Stadionbad war auch am Montag bei 32 Grad gut besucht, die Liegewiesen voll belegt, das Wellenbecken rappelvoll und an der Kasse standen die Menschen Schlange. Für den leitenden Schwimmmeister im Bambados/Stadionbad, Andreas Strohmer, und seine Kollegen bedeutete der Besucheransturm Stress und manchmal auch eine Geduldsprobe, denn nicht jeder Gast bringt gute Laune mit ins Bad. "Einige Leute sind bei der Hitze gereizt und ungeduldig. Da kann es schon vorkommen, dass zum Beispiel die Leute an der Kasse einiges abbekommen. Trotzdem bemüht sich unser Personal, immer freundlich zu bleiben." Manchmal wünscht sich der Schwimmmeister mehr Verständnis von den Badegästen. "Bei solchen Besuchermassen muss man auch mal eine Warteschlange in Kauf nehmen." Besondere Vorfälle hat es am vergangenen Wochenende im Stadionbad trotz des Besucherrekords nicht gegeben. Das sei vor allem der Prävention durch die Badeaufsicht geschuldet, so Andreas Strohmer.