• Nach erneuten Massenschlägereien auf der Unteren Brücke: OB will Reißleine ziehen
  • Starke: "So kann es nicht weitergehen" - Gewalt, Wildpinkler, Vermüllung
  • Gastronomen würden "Ansammlungen von bis zu 300 Personen provozieren"
  • Krisentreffen angesetzt: "Einschränkungen des Alkoholverkaufs" geplant

Verantwortliche der Stadt Bamberg haben sich nach den Trink- und Gewaltexzessen der vergangenen Wochen im Sandgebiet zu mehreren Gesprächen getroffen. Das teilt die Verwaltung am Dienstag (08.06.2021) mit. Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) will nun die Reißleine ziehen. 

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"So kann es nicht weitergehen", wird der OB zitiert. Feiernde und alkoholisierte Menschen hätten "Müll hinterlassen, sich in der direkten Umgebung erleichtert und für Lärmbelästigungen gesorgt", heißt es. Auch die Einhaltung der Corona-Maßnahmen interessieren die Feiernden nach Einschätzung der Stadt kaum. Nach wie vor würden die Abstands- und Hygieneregeln ignoriert.

Jetzt gerät eine bestimmte Gruppe besonders in den Blick der Stadt: "Wir haben kurzfristig ein Krisengespräch mit den Gastronomen verabredet und wollen eine einvernehmliche Regelung herbeiführen“, kündigte der Oberbürgermeister an. Am Mittwoch (09.06.2021) treffen sich Vertreter der Bamberger Gastronomie mit der Stadtspitze, der Polizeiinspektion Bamberg Stadt und dem Ordnungsamt. Erklärtes Ziel sei es, "Sicherheit und Ordnung herzustellen und den Umgang mit alkoholischen Getränken zu regeln".

Konkret soll wohl ein Verbot des Alkoholverkaufs zu bestimmten Zeiten diskutiert werden. "Ich freue mich, dass auch aus der Mitte der Gastronomen die Initiative kam, zu einem Treffen zusammenzukommen und über Einschränkungen des Alkoholverkaufs zu sprechen, sodass wir gegebenenfalls miteinander zu einer guten Lösung kommen“, so Zweiter Bürgermeister Jonas Glüsenkamp (Grüne).

Heftige Vorwürfe gegen Bamberger Gastronomen: "Kistenweise auf der Straße"

Im Krisenstab sei nämlich unter anderem von einzelnen Gastronomen, die ihre "Getränke kistenweise auf der Straße verkaufen und so Ansammlungen von bis zu 300 Personen provozieren", berichtet worden. Das Resultat der Feiernden in den vergangenen Wochen seien nicht nur Ruhestörung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz, sondern auch "große Mengen an Müll und andere Hinterlassenschaften" im Stadtgebiet gewesen.

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Die Stadtspitze sehe auch hier einen dringenden Handlungsbedarf. Am Donnerstag nächster Woche (17.06.2021) trete der Ältestenrat der Stadt Bamberg zusammen. "In der Sitzung sollen das weitere Vorgehen und die Ergebnisse des Krisengesprächs mit den Gastronomen ebenfalls thematisiert werden", heißt es. Außerdem werde der Oberbürgermeister die Corona-Partys in der Bamberger Innenstadt auf die Tagesordnung der nächsten Vollsitzung des Stadtrats setzen. Der hatte kürzlich erst eine Sperrung der Unteren Brücke abgelehnt. 

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