• Bamberg: "Stoff-Ideen" - Filialkette muss deutschlandweit Läden schließen
  • Insolvenzverfahren: Auch zwei fränkische Standorte betroffen
  • Nach Corona-Pandemie: Inflation und Krieg schaden Geschäft

Seit Montag (23. Januar 2023) hat die Bamberger Filiale der Kette "Stoff-Ideen" ihre Türen in der Langen Straße geschlossen. Und das, obwohl sie erst im November vergangenen Jahres dort hingezogen ist. Doch nicht nur die Filiale in Oberfranken ist betroffen. Neben einer weiteren fränkischen Stadt mussten deutschlandweit schon Filialen schließen, das gibt Social-Media-Koordinatorin Marina Faullant im Gespräch mit inFranken.de bekannt und nennt die Gründe hinter den Schließungen

"Liegt nicht in unserer Hand": Stoffhandel-Kette muss Filialen schließen - Zwei fränkische Städte betroffen

Das Konzept hinter den Geschäften ist einfach erklärt. "Wir verkaufen in erster Linie nur vor Ort", erklärt sie. Damit verfügt die Stoffhandel-Kette über keinen Onlineshop - oder Handel. "Bei uns ist es ein wahrer Erlebniseinkauf. Auch, weil wir Nähkurse und verschiedene Workshops in unseren Geschäften anbieten". Durch die Schließungen hatte die Stoff-Kette nochmal einen Räumungsverkauf gestartet. "Der Ausverkauf lief erfolgreich". Die übrig gebliebenen Stoffe werden ihr zufolge nun in den restlichen Filialen verkauft, die noch geöffnet haben.

Deutschlandweit sind Geschäfte der "Stoff-Ideen"-Kette von einer Sache betroffen. "Es ist ganz einfach. Wir stecken gerade mitten in einem Insolvenzverfahren", erklärt Faullant. Insgesamt 17 Filialen zählt das Unternehmen, davon sind ein paar schon länger nicht mehr geöffnet. Auch die beiden fränkischen Filialen in Bamberg und Nürnberg mussten bis zum Montag (23. Januar 2023) ihre Türen schließen. "Im Februar kommt noch eine dazu und im März schließen noch zwei", so Faullant. 

Die Gründe hinter dem Insolvenzverfahren sind laut Faullant vielschichtig. Die Corona-Pandemie habe das Geschäft demzufolge schon vor einige Herausforderungen gestellt. "Das haben wir zum Glück überstanden, auch wenn es nicht einfach war". Doch Inflation, gestiegene Kosten und Krieg waren ausschlaggebend für die Schließungen. "Es sind nun mal Probleme für den Einzelhandel. Wir hoffen, dass nicht alle Läden schließen. Letztendlich liegt es aber nicht in unserer Hand".