Über den aktuellen Planungsstand zum Bahnübergang Jurastraße informierte Bürgermeister Karl-Heinz Wagner (CSU) in der Sitzung des Altendorfer Gemeinderats. Ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros, das mit der Planung der Bahnunterführung beauftragt ist, hatte bei einem Besprechungstermin im Rathaus die Situation der Schulhaus-Bushaltestellen erläutert. Bei dieser Gelegenheit erhielt der Bürgermeister umfassenden Einblick in die Planungen der Bahn. So können die derzeitigen Bushaltestellen im östlichen Bereich nicht bleiben, da bereits hier die Absenkung für die Unterführung beginnt.

Der Beginn der Absenkung wird sich auch noch weiter verschieben, wenn die Planung hinsichtlich der Pkw-Tauglichkeit geändert wird. Sie können auch nicht westlich der Brücknerstraße angeordnet werden, da hierfür auf Privatgrundstücke zugegriffen werden müsste.

Bushaltestellen auf beiden Seiten

Die Anordnung östlich der Brücknerstraße bedingt ein Verschieben der Brücknerstraße, die vollständig neu gebaut wird, in Richtung der landwirtschaftlichen Grundstücke. Der Eingriff in diese Grundstücke wäre städtebaulich vertretbar. Es sind dabei Bushaltestellen auf beiden Seiten der Brücknerstraße erforderlich. Die vorhandenen Parkplätze in der Bahnhofstraße werden entfernt.

In der Planung sind zehn Parkplätze vorgesehen. Allerdings wird die Bahn grundsätzlich keine Stellplätze errichten. Wenn die Gemeinde Stellplätze wünscht, muss sie diese selbst finanzieren. Auch die geplanten Fahrradständer werden nur realisiert, wenn die Gemeinde die Finanzierung übernimmt. Hierfür sind Kosten in Höhe von 50 000 Euro veranschlagt. Auf dem "Eichhorn-Grundstück" sind Parkflächen auf dem Restgrundstück möglich. Allerdings hat auch hier die Gemeinde Altendorf die Finanzierung zu übernehmen.

Der derzeitige Plan, mit dem die Bahn ins Planfeststellungsverfahren geht, sieht weiterhin lediglich eine fußgängertaugliche Unterführung vor. Die Gemeinde hat im Rahmen dieses Verfahrens die Möglichkeit, eine Änderung zu erwirken. Allerdings fallen relativ hohe Kosten schon für die planerische Änderung an.

Bürgermeister Wagner machte daher dem Ingenieurbüro gegenüber den Vorschlag, schon jetzt in der Planung den Einmündungstrichter in der Jurastraße vorzusehen. So wären die Planungskosten für die Änderung um rund 30 bis 40 Prozent geringer. Die Anwandstraße parallel zur Jurastraße/Unterführung östlich der Bahnlinie soll von 3,50 auf 4,50 Meter Breite aufgeweitet werden. Dadurch wird in vier Privatgrundstücke eingegriffen werden müssen.

Müllauto müsste rückwärts fahren

Kritisiert wird darüber hinaus, dass der Wendehammer in der Straße "Am Deichselbach" nicht mehr vorgesehen ist. Das würde bedeuten, dass zum Beispiel das Müllauto nicht mehr wenden kann und mit viel Aufwand die gesamte Strecke rückwärts zurückzulegen hat. Die geplante Behelfsfußgängerbrücke während der Bauphase ist rund 50 Meter vom Deichselbach und etwa 200 Meter von der Bahnschranke entfernt. Für den Altendorfer Bürgermeister erschließt sich nicht, "weshalb ein Bürger einen Umweg von rund 450 Metern nehmen muss, um von der westlichen Jurastraße auf die östliche Jurastraße zu gelangen".

Auch die Umgehungsstraße wirft einige Fragen auf. So ist unter anderem auf Höhe des angedachten Autobahnanschlusses eine Böschung geplant, die bei einer Realisierung dieser Anbindung wieder zurückgebaut werden wird. Nach Ansicht von Bürgermeister Karl-Heinz Wagner werden mit der DB ProjektBau GmbH über diese neuen Details noch intensivere Gespräche zu führen sein.

Lediglich einen positiven Aspekt konnte er dem Gemeinderat mitteilen. Im Bereich des Bahnhofs ist ein Aufzug mit kompletter Technikausstattung nunmehr in den Planungsunterlagen ausgewiesen. Andrea Spörlein