Die sprichwörtlichen Netze auswerfen: Ja, das kann der Hobbyangler Matthias Wünsche. Der Pfarrer von St. Josef Gaustadt steht da ganz in der Tradition des biblischen Petrus, des Menschenfischers. "Relativ viele Eintritte in die Kirche und keine Massenaustritte" verbucht der Seelsorger nach 15-jähriger Amtszeit in Gaustadt.

Diesen Erfolg führt er auf seine Dialogfähigkeit zurück, seine Offenheit und sein ehrliches Interesse an anderen Menschen. "Es war eine gute und schöne Zeit in Gaustadt", bilanziert der 51-jährige Pfarrer und lächelt. Er nimmt seine Erfahrungen nach Erlangen mit, wo er am 1. September in der Pfarrei Herz Jesu antritt.

Für den gebürtigen Bamberger Wünsche ist der Wechsel ein "Normalfall", wie er sagt. Die diözesane Versetzungsordnung sehe schließlich vor, dass ein Pfarrer nach etwa zwölf Jahren in einer Gemeinde zur Versetzung bereit sein müsse.