Die Staatsanwaltschaft Hof hat Anklage gegen den Bürgermeister von Zapfendorf, Matthias Schneiderbanger (CSU), erhoben. Sie wirft dem Politiker vor, von Januar 2013 bis April 2014 seine Gemeinde um knapp 280.000 Euro geprellt zu haben, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte. Schneiderbanger wurde erst im Frühjahr 2014 gewählt, war aber bereits zuvor in der Gemeindeverwaltung tätig.

Der CSU-Politiker aus dem Landkreis Bamberg sitzt seit Ende des Jahres 2014 in Untersuchungshaft und hat laut Staatsanwaltschaft die Vorwürfe eingeräumt. Über manipulierte Buchungen soll er das Geld veruntreut haben. Unklar ist nach wie vor, was er mit dem Geld gemacht hat. Die Landesanwaltschaft hat ihn vorläufig des Amtes enthoben. Schneiderbanger selbst hat zudem ein Rücktrittsgesuch gestellt, dem der Marktgemeinderat Zapfendorf stattgegeben hat. Ende März endet nun seine Amtszeit, im Juni soll es Neuwahlen geben.

Ein Termin zur Hauptverhandlung vor dem Wirtschaftsschöffengericht in Hof steht noch nicht fest. Der Gemeindeverwaltung waren Anfang Dezember die Unstimmigkeiten in der Gemeindekasse aufgefallen, daraufhin begannen die Ermittlungen.